• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Markt
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Events
  • Tickets
  • nordbuzz
  • FuPa
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Bildung

Keine Überholspur für Ahlhorn

21.11.2012

Landkreis Reichlich überstrapaziert wurden am Dienstagnachmittag die Nerven der Mitglieder des Kreisschulausschusses. Mit einem Antrag hatte die CDU-Fraktion dem Landkreis eine Stunde lang verbindliche Aussagen entlocken wollen über einen Zeitplan zur Umsetzung der Oberstufe am Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium (DBG) in Ahlhorn, über die Übernahme der Trägerschaft durch den Landkreis sowie über bauliche Maßnahmen und der damit finanziellen Auswirkungen. Wie berichtet, hat das DBG zum Schuljahr 2013/14 die Genehmigung der Landesschulbehörde bekommen, am Gymnasium Ahlhorn eine Oberstufe einzurichten.

Nachdem CDU-Fraktionsvorsitzender Herwig Wöbse den Antrag in aller Ausführlichkeit erläutert hatte, zeigte sich Landrat Frank Eger verwundert, da seiner Ansicht nach das weitere Vorgehen in Sachen DBG längst im Kreisausschuss besprochen worden war. Gebetsmühlenartig betonte er, dass die Frage zur Übernahme der Schulträgerschaft im Konsens mit allen Fraktionen bis zu den Haushaltsberatungen 2016 vertagt worden sei. Bis dahin solle die Entwicklung der Schülerzahlen beobachtet werden. „Mein Problem ist, ich habe noch acht andere Baustellen und Sie haben mir vorgeben, wie viel ich dafür bis 2016 ausgeben darf“, sagte Eger an die Abgeordneten gerichtet. Für einen Ausbau in Ahlhorn fehle das Geld. Vorher sei noch die IGS in Wardenburg an der Reihe, auch das Gymnasium Wildeshausen und die Graf-Anton-Günther-Schule (GAG) warteten auf weitere Sanierungsmaßnahmen. „Warum ein neues Fass aufmachen?“, fragte Eger sichtlich genervt.

Der Gemeinde Großenkneten, so Eger, stehe es frei, die Oberstufe in eigener Trägerschaft zu starten, nur müsse sie dann erst einmal selbst Geld in die Hand nehmen. Bei einer möglichen Übernahme sei es kein Problem, diese Investitionen gegenzurechnen, stellte der Landrat klar. Diese Lösung sei auch schon mit der Gemeinde besprochen worden. Bei einem Platzproblem sei für den Übergang eine Containerlösung möglich, wie sie auch in Ganderkesee praktiziert werde.

„Ahlhorn kann nicht auf die Überholspur gehen und an allen anderen Gemeinden vorbeiziehen“, meinte auch Niels-Christian Heins (FDP). Thorsten Schmidtke (SPD) aus Ahlhorn sah das anders: „Das DBG muss genauso gestellt werden wie alle anderen Gymnasien auch.“

Eger: Wenn er anders verhandeln solle, müsse das die Politik beschließen.

Marén Bettmann
Wardenburg
Redaktion Wardenburg
Tel:
04407 9988 2730

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.