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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Bildung

ELTERNINITIATIVE: Kinder fühlen sich wie Zuhause

17.08.2005

SüDMOSLESFEHN

30 Tschernobyl-Kinder verbringen derzeit ihre Ferien bei Gastfamilien in der Region. Sie genießen hier ein unbeschwertes Familienleben. von manuela ellmers SÜDMOSLESFEHN - „Es ist wie in jeder richtigen Familie“, erzählt Uta Onnen, „die Kinder tragen nach dem Frühstück ihre Teller in die Küche, räumen ihre Zimmer auf, wenn Besuch kommt, und spielen abends vor dem Einschlafen noch eine Runde Karten.“ Und doch ist es in diesem Fall etwas Besonderes: Denn die drei Mädchen Anja, Olga und Katja kommen aus dem kleinen und armen weißrussischen Dorf Grudinowka beziehungsweise aus Minsk. Sie verbringen bei den Onnens in Südmoslesfehn vier Wochen Ferien und das – im Fall von Anja und Olga – inzwischen schon seit mehreren Jahren.

„Ich bin satt“ und „Guten Appetit“ sagt beispielsweise Olga nahezu akzentfrei und die neunjährige Katja kann sogar schon ein Gedicht aufsagen. Die Mädchen fühlen sich bei Uta und Heinz Onnen, die die Elterninitiative für Tschernobyl-Kinder in Wardenburg leiten, pudelwohl. Kein Wunder, denn neben einem unbeschwerten Familienleben gibt es auch jede Menge Programm für die insgesamt 30 Mädchen und Jungen aus Weißrussland, die noch bis zum 28. August bei Gasteltern in Wardenburg, Zetel und Wilhelmshaven untergebracht sind.

„Man bekommt eine Menge zurück“, weiß Uta Onnen, die selbst keine eigenen Kinder hat und seit sieben Jahren Pflegemutter für Tschernobyl-Kinder ist. Sie hat mit „ihren“ Mädchen einen so guten Kontakt, dass die 13-jährige Anja beispielsweise im vergangenen Jahr Weihnachten zusammen mit ihrer Mutter und ihren fünf Geschwistern in Südmoslesfehn verbracht hat.

Die Verständigung ist dabei kein Problem. „Wir reden mit Händen und Füßen“, so Uta Onnen, die es gleichzeitig aber auch zu schätzen weiß, dass Betreuerin Elena Kharitontchik in diesem Sommer bereits zum zweiten Mal mit den drei Mädchen bei ihr wohnt. Die Lehrerin für Deutsch und Französisch, die an der Universität in Minsk unterrichtet, begleitet die Tschernobyl-Kinder schon seit Klaus und Hannelore Glunde die Elterninitiative vor elf Jahren gründeten.

„Wir haben derzeit 14 Gasteltern“, erklärt Uta Onnen und fügt in diesem Zusammenhang hinzu: „Schön wäre es, wenn sich auch jüngere Eltern oder Ehepaare entschließen könnten, in den Ferien zwei oder drei Kinder aufzunehmen.“ Denn der Aufenthalt in der Region tue ihnen merklich gut.

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