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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Bildung

Schule: „Kinder müssen auch noch spielen können“

17.07.2015

Ganderkesee Ihr Beruf, so sagt Karen Manshusen, „hat mir immer Spaß gemacht“. Dabei handelt es sich bei näherem Hinsehen eigentlich um mehrere Berufe, in denen die Bremerin tätig war und ist: 30 Jahre lang war sie als Lehrerin, sechs Jahre als Konrektorin an der Grundschule Lange Straße tätig, und dabei „ist man auch Mutter, vielleicht sogar Oma, Krankenschwester“. Mit Ablauf des Schuljahres 2014/15 wird Karen Manshusen in den Ruhestand versetzt, an diesem Freitag, 17. Juli, wird sie mit einer kleinen Feier in der Aula verabschiedet.

Wenn sie noch einmal vor der Berufswahl stünde, „würde ich mich wieder so entscheiden“, ist die 62-jährige überzeugt. Als Grundschullehrerin „investiert man viel Zeit, aber man bekommt auch viel von Kindern zurück“.

Zum Beispiel ein Buch: Ihre jetzige 4. Klasse hat der Lehrerin zum Abschied ein eindrucksvolles Werk geschenkt, in dem jedes Kind auf zwei Seiten darstellte, was an der Schule schön war. Für Manshusen ist das Buch auch ein bebilderter Beleg „für eine Menge Wertschätzung“.

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Karen Manshusen stammt aus Bremen-Nord. Sie studierte in Oldenburg, war (mangels Referendariatsstellen) zunächst angestellte Lehrkraft an einer Sonderschule in Lemwerder. Da habe sie gelernt, „ganz bewusst in kleinen Schritten zu arbeiten“. 1979 – mittlerweile war auch das Referendariat abgeschlossen – kam sie an die Grundschule Lange Straße. Eines ihrer Prinzipien: Sie begleitete „ihre“ jeweiligen Klassen über die gesamte Grundschulzeit. Ein anderes Prinzip: „Man sollte Kinder loben, wenn’s angebracht ist. Das ist die halbe Miete fürs Lernen.“

Als Zäsur empfand die Bremerin, als die Grundschule sich in den 1990er Jahren in eine Volle Halbtagsschule verwandelte – und damit der zunehmenden Zahl von berufstätigen Müttern und Patchwork-Familien Rechnung trug. Das sei eine Schulform gewesen, „für die man brennen konnte“. Mochten Kritiker auch über „Kuscheleckenpädagogik“ frotzeln, der Unterricht in Kleingruppen und gute personelle Ausstattung habe den Kindern genützt, ist Manshusen sicher. Und: „Da war Zeit vorhanden.“

Als das Land sich von dem (vergleichsweise teuren) Schulmodell verabschiedete, kam 2010 auch an der Langen Straße die Verlässliche Grundschule. Dabei gehe man an der Langen Straße einen Weg, der auf einen Wechsel von Anspannung und Entspannung setze – und siedele Teamarbeit sehr hoch an.

Im Laufe der vergangenen Jahre, so lautet ein Fazit der Bremerin, „ist die Leistungsanforderung an Grundschüler gestiegen, es wird mehr erwartet.“ Teils seien Terminkalender der Kinder rappelvoll. „Dabei darf man nicht vergessen, dass Kinder auch noch spielen müssen, sie müssen sich verabreden können. Und Grundschule „muss kindgerecht bleiben.“

Karsten Kolloge Harpstedt / Redaktion Wildeshausen
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