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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Bildung

Trinkwasser soll Säfte und Limonaden verdrängen

25.04.2019

Kirchhatten Frisches Trinkwasser – nichts löscht den Durst besser: Der Oldenburgisch-Ostfriesische Wasserverband (OOWV) und der Landkreis Oldenburg unterstützen deshalb Schulen und Kindertagesstätten mit Trinkwasserspendern. Auftakt für das neu aufgelegte Projekt war jetzt in der Grundschule Kirchhatten. Umgesetzt wird es von der „Niedersachsen Wasser“, einer Dienstleistungsgesellschaft und hundertprozentigen Tochter des OOWV.

Vertreter des OOWV, des Landkreises und der „Niedersachsen Wasser“ waren vor Ort, als Mädchen und Jungen der Grundschule Kirchhatten als erste den neuen Trinkwasserspender ausprobieren durften. Alle 170 Schüler erhalten in den nächsten Tagen Trinkwasserflaschen aus Plastik, die ohne Weichmacher auskommen und garantiert geeignet für den Geschirrspüler sind.

„Die Menschen sollen den Genuss von Wasser direkt aus der Leitung neu entdecken“, nannte OOWV-Geschäftsführer Karsten Specht ein wichtiges Ziel des Projekts. Die Verfügbarkeit von Wasser werde allgemein als selbstverständlich empfunden. „Dadurch wird seine Bedeutung nicht immer angemessen wahrgenommen“, so Specht weiter.

Hattens stellvertretender Bürgermeister Uwe Hollmann begrüßte die Installation des Trinkwasserspenders und sieht darin auch die Chance, zur Rückbesinnung auf früher Selbstverständliches. „Als Jungen haben wir damals nach dem Fußballspielen immer Wasser aus dem nächsten Brunnen getrunken“, erzählte er. „Unser Trinkwasser genügt höchsten Ansprüchen“ betonte OOWV-Regionalleiter Stefan Fauerbach. Kein anderes Lebensmittel werde so häufig und gut kontrolliert.

Hintergrund der Zusammenarbeit von Landkreis und Wasserverband ist auch die Beobachtung von Medizinern, die einen Anstieg frühkindlicher Karies bei Kindern im Grundschulalter feststellen. „Die Entwicklung ist alarmierend“, berichtete Alexandra Demand, Jugendzahnärztin beim Landkreis, von eigenen Untersuchungen an Kindergärten und Schulen. „Viele Mädchen und Jungen haben schon im frühen Kindesalter Löcher in den Zähnen“, sagte sie.

Durch das Aufstellen der Trinkwasserspender würden süße und säurehaltige Getränke – eine der Hauptursachen für Karies – automatisch aus der Schule verbannt, so hofft es neben Demand auch Gesundheitsamtsmitarbeiter Berthold Lüsse. Deshalb übernehme der Landkreis auch die Kosten der Installation, etwa 3000 Euro, und der Wasserflaschen, fünf Euro pro Stück, komplett, so Lüsse.

„Ein gesundes Leben fängt bereits beim richtigen Trinkverhalten an“, findet auch Schulleiterin Friederike von der Aa. Kinder haben im Vergleich zu Erwachsenen einen höheren Energie- und Wasserbedarf. Mädchen und Jungen im Alter von acht Jahren beispielsweise benötigen täglich pro Kilogramm Körpergewicht etwa 70 Milliliter Wasser. Die Wasserzufuhr durch Getränke sollte bei Sieben- bis Zehnjährigen etwa ein Liter am Tag betragen. Diese Richtwerte nennt die Deutsche Gesellschaft für Ernährung.

Der Spender in Kirchhatten wird zweimal jährlich gewartet und dabei routinemäßig auch die Wasserqualität beprobt. Die besondere Gestaltung des Wasserspenders verhindert den direkten Kontakt mit dem Wasserauslass und soll so eine Verunreinigung verhindern.

„Wir freuen uns sehr über die positive Zusammenarbeit mit dem Landkreis und den Grundschulen“, so Projektleiter Jörn Logemann. Bereits 2016 und 2017 hatten die Partner insgesamt sechs Trinkwasserspender in einer Pilotphase an Grundschulen übergeben. Nun wird es neu aufgelegt. „Wir möchten deutlich mehr Schulen als bisher erreichen“, sagt der Projektleiter.

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