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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Bildung

Betreuung: Kita-Streik war kein Kinderspiel

09.06.2015

Tungeln „Schön, dass ihr wieder da seid“, ruft Dimitra Leontaraki einer der Erzieherinnen entgegen und umarmt diese. Vier Wochen lang war die Mutter der fünfjährigen Melina nicht im Kindergarten Tungeln, um ihre Tochter zur Betreuung zu geben. Denn wie alle kommunalen Kindertagesstätten in der Gemeinde Wardenburg wurde auch die Kita in Tungeln bestreikt.

„Die Zeit war sehr anstrengend“, sagt Dimitra Leontaraki, ebenso wie ihr Mann berufstätig. „Wir hatten das Glück, dass wir in der erweiterten Familie eine Lösung gefunden haben.“ Hauptsache, so die Hundsmühlerin, es werde für die Kita-Mitarbeiter bald eine Lösung gefunden. Sie sollten für ihre Arbeit gut entlohnt werden. Das sei ihr wichtiger, als die Rückerstattung der Kita-Gebühren (siehe Info-Kasten).

Ariane Telgen aus Littel erwartet dagegen schon, dass die Gebühren für vier Wochen von der Gemeinde zurückgezahlt werden: „Ich habe ja während des Streiks nichts in Anspruch genommen“, meint die Mutter der fünfjährigen Victoria. Stattdessen habe sie Verdienstausfall bzw. zusätzliche Kosten gehabt. „Außentermine habe ich alle abgesagt“, erzählt die selbstständige Physiotherapeutin. Ansonsten habe sie weitgehend versucht, ihre Tochter in ihre Arbeit zu integrieren. Wenn das nicht ging, half ein bezahlter Kindersitter aus.

Eine Rückerstattung der Kita-Gebühren finden Frank und Kerstin Proksch, Eltern von Finja (5), aus Hundsmühlen „nur fair“. „Da mein Mann und ich nicht frei machen konnten, habe ich meine Dienste getauscht und vier Wochen lang nur Nachtschicht geschoben“, berichtet Kerstin Proksch, Krankenschwester am Klinikum Oldenburg. Zum Glück habe ihr Arbeitgeber Verständnis gezeigt. Um auch mal ausschlafen zu können, wurde zwischendurch ein „Babysitter“ engagiert.

„Die vier Wochen waren nicht einfach“, gibt Esther Wendt zu. Die Lehrerin, die sich bei der Betreuung ihres Sohnes Liev (5) mit einer anderen Mutter abwechselte, hat dennoch Verständnis für den Streik. „Die Erzieherinnen leisten wertvolle Arbeit.“ Deren Ausbildung solle sogar noch verbessert werden, dann wären sie von der Bezahlung mit Lehrern gleichzustellen.

Marén Bettmann Wardenburg / Redaktion Wardenburg
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