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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Bildung

Was die Biene bei Hitze macht

11.08.2018

Klattenhof /Wildeshausen Eiswürfel, Ventilator, Klimaanlage – der Mensch hat den ein oder anderen Trick, um mit der Hitze umzugehen – ein Vorteil gegenüber anderen Lebewesen, denen die Hitze genauso zu schaffen macht. So auch der Biene: „Die leiden natürlich auch bei der Hitze“, sagte Harald Wulferding, Imker aus Wildeshausen. Doch die kleinen Insekten haben ein ausgeklügeltes Klimasystem.

„Was die Bienen gerade unbedingt brauchen, ist eine Wasserquelle“, weiß der Imker. Vogeltränken, Tauwasser oder einen kleinen Teich: Die Bienen sammeln Tropfen ein und transportieren diese zum Bienenkasten. Das Wasser übergeben sie an die Bienen, die für das Klima im Kasten zuständig sind. Diese sprühen es auf den Boden, mit dem Flügelschlag verdunstet dann das Wasser und die Temperatur wird reguliert.

Im Kern muss immer eine Temperatur von 35 Grad gehalten werden, erklärt Wulferding. Dabei handelt es sich um die Bruttemperatur, bei der sich die Larven entwickeln können. „Das versuchen sie jetzt natürlich auch zu halten.“ Sollte es drinnen zu warm werden, droht auch das Wachs zu schmelzen.

Nicht nur für ihr Klimasystem benötigen die Bienen Wasser, auch um Futterbrei für ihren Nachwuchs zu erzeugen. Dieser besteht aus Nektar, Pollen, körpereigenen Säften sowie Wasser.

Einen weiteren Trick, um die Temperatur im Bienenkasten zu regulieren, haben die Insekten noch auf Lager: Je mehr Bienen sich darin aufhalten, desto wärmer wird es. „Jede Biene gibt ja Wärme ab“, erklärte Götz Neuber aus Klattenhof. Laut dem Imker halten sich deshalb auch einige Bienen draußen vor dem Eingang des Bienenkastens auf. Zum Teil übernachten die Honiglieferanten sogar draußen.

Auch die Nahrung wird langsam knapp: Nicht so im Garten von Neuber. Dort summt und brummt es – viele Bienen fliegen von einer Blüte zur nächsten. Dass die fleißigen Insekten noch Nahrung finden, haben sie dem Imker zu verdanken. Er sorgt dafür, dass im Garten Pflanzen zur Verfügung stehen, die zu verschiedenen Zeiten blühen. Durch die Staffelung finden die Insekten auch jetzt noch Nektar bei ihm. „Also wir haben schon noch Blüten“, sagt Neuber mit einem Blick auf Schlingenknöterich. Diese Schlingpflanze ist besonders bei Bienen beliebt und blüht noch im August.

Laut Wulferding hat jedoch die nahrungsarme Zeit für die Bienen bereits begonnen. Hinzu komme, dass die Pflanzen unter der Trockenheit leiden und somit kaum Nahrung für die Insekten bieten. Mit ein paar Handgriffen könne den Honiglieferanten jedoch im Garten und selbst auf dem Balkon geholfen werden – und das nicht nur in Hitzeperioden. „Jeder kann in seinem Rahmen etwas dazu beitragen“, so Wulferding. „Und wenn es nur ein Blumentopf ist.“

 Für die Bienen gibt es spezielle Blühmischungen, die über mehrere Monate blühen. Auch auf dem Balkon könne man blühende Pflanzen, die der Biene Nahrung liefern, hinstellen.

 Zudem sollte im Garten oder Balkon eine Wasserquelle zur Verfügung stehen. Laut Neuber mögen Bienen auch gern Dinge, die mit Wasser benetzt werden.

Anna-Lena Sachs
Volontärin, 2. Ausbildungsjahr
NWZ-Redaktion
Tel:
0441 9988 2003

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