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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Bildung

Kreativität in Stein gemeißelt

30.06.2016

Westerholt Mit feinen Pinselstrichen zieht Natalie König aus Rastede die Linien auf einem alten Plakat nach. Es ist die Grundlage für ihr Kunstwerk. „Das hat mein Mann auf dem Sperrmüll gefunden“, erzählt König. Sie nimmt zum dritten Mal an der Sommerakademie der Volkshochschule (VHS) Hatten+Wardenburg teil, bei der Kunstschaffende malen und aus Sandstein Skulpturen herstellen. Zum 13. Mal wird in der Alten Ziegelei in Westerholt die Kreativität ausgelebt.

„Ich werde es umdeuten und nicht ganz ausmalen“, erklärt König ihr Vorgehen. Vor allem die Farbübergänge vom Hellen ins Dunkle seien schwierig. Neben ihr arbeitet Astrid Mügge aus Oldenburg an einem Bild. „Für mich ist das hier der Auftakt meines Urlaubs.“

Ein paar Schritte weiter sitzt Gunda Liebig an einem „Spachtelbild“. „Ich verwende verschiedene Farben, die mich ansprechen“, sagt die Friedrichsfehnerin. „Ich trag sie auf den Spachtel auf und lass meiner Hand freien Lauf.“ Sie probiere regelmäßig etwas Neues aus.

„Mir geht es darum, dass jeder seine Bildideen findet“, sagt Dozentin Gertje Kollmann, die die Kreativen bei der Akrylmalerei unterstützt. Malen sei seit vielen Jahren ein Renner, sagt VHS-Leiterin Anne Bohlen. Immer in der ersten Ferienwoche finde die Sommerakademie statt. Seit Montag wird gehämmert und gemalt. In der kommenden Woche startet eine neue Gruppe Bildhauer. Insgesamt 40 Teilnehmer machen mit.

Ab 10.30 Uhr wird rund um den Ringofen der Kreativität freien Lauf gelassen. Die Dozenten geben Tipps und Hilfestellungen. Bis 17 Uhr kann beim offenen Konzept dann weiter gearbeitet werden.

Seit 2003 gibt es bereits die Sommerakademie. Bohlens Vorgängerin Inge Müller rief sie ins Leben, „weil ich das Gelände unheimlich schön fand.“ Mit der Zeit sei die Veranstaltung stetig gewachsen.

Auf der anderen Seite des Ringofens bearbeiten die Teilnehmer mit Spitz- und Zahneisen Sandstein. Der kommt aus dem Münsterland, berichtet Dozentin Christa Müller. Er sei leichter per Hand zu bearbeiten durch den hohen Sand- und geringeren Quarzanteil.

Marianne Mester aus Sandkrug versucht sich an einem Kopf, den sie aus dem Stein heraus formt. „Das sollte erst eine Skulptur ohne Gesicht werden“, sagt sie. „Es muss aber auch nicht alles 100 Prozent sein“, findet Helga Hartmann aus Varel, die zusammen mit Mester das weitere Vorgehen bespricht. Denn die Teilnehmer sind ein „ganz tolles Team“, wie Helmut Wiemken aus Varel sagt. Er stellt am liebsten nach Vorlage Gegenständliches her. Hella Wilkening aus Stuhr ist eher minimalistisch orientiert und arbeitet an einem Vogel.

Wenn am 8. Juli dann die letzten Hammerschläge verhallen, kehrt wieder Ruhe auf dem Gelände der Alten Ziegelei ein. „Das Hämmern vermisst man dann irgendwie“ , sagt Monika Wiechmann, die ehrenamtlich in der Alten Ziegelei arbeitet.

Video

Tanja Henschel Barßel / Redaktion Münsterland
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