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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Bildung

Wie wollen Jugendliche leben?

24.01.2019

Landkreis „So würde ich auch richtig gerne wohnen“, kommentiert eine Schülerin der Graf-Anton-Günther-Schule (GAG) ihren Grundriss. Dieser zeigt eine Möglichkeit, wie eine Alte Ziegelei umfunktioniert werden könnte. Ihr Entwurf legt den Fokus auf gemeinschaftliches Wohnen, zugleich werden aber auch Aspekte der Nachhaltigkeit mit bedacht.

Projekt im Kunstkursus

Ein Halbjahr lang Elftklässler in einem Kunstkurses die Möglichkeit gehabt, am Projekt „Architektur macht Schule“, teilzunehmen. Angeboten wird dieses Projekt von der Architektenkammer Niedersachsen. Bestandteil ist die Begleitung des Unterrichts durch einen ortsansässigen Architekten. An der GAG hat der Architekt Rainer Bölts den Jugendlichen ein aktuelles reales Projekt vorgestellt und sie zur Mitarbeit und zur Umsetzung eigener Ideen motiviert.

Ein wirklich großes Projekt hat Bölts dafür gewählt: Das Gelände einer alten Ziegelei, bestehend aus drei riesigen Backsteinhallen, soll neu genutzt werden – möglichst als ein energieautarkes Quartier, also nur mit lokal verfügbaren Energieträgern und -quellen. Die Jugendlichen hatten bei der Projektplanung viele Freiheiten bezüglich der Nutzung: Studentische Wohnmodule durften ebenso entwickelt werden wie gemeinschaftlich genutzte Räume. Nur die bestehenden Gebäude mussten erhalten und so nachhaltig wie möglich umfunktioniert werden.

In den Kunststunden wurde von nun an eifrig diskutiert: über Wohnbedürfnisse, Raum für Gemeinschaft und Rückzugsmöglichkeiten, über Selbstversorgung, regenerative Energiegewinnung und das Recycling von vorhandenen Baustoffen. „Es war wirklich spannend, die Schüler in diesem Prozess zu begleiten und zu sehen, wie sich Vorstellungen vom Bauen und Wohnen auch veränderten“, sagt Kunstlehrerin Nina Gluth, die die Jugendlichen im Entwicklungsprozess unterstützte. Vielfältig, spannend und beeindruckend seien die Visionen, die die Schüler entwickelt und in Form von Skizzen, Grundrissen und Modellen visualisiert haben.

Engagiert präsentierten sie dem Architekten Rainer Bölts nun ihre Ideen: Da gab es neben studentischen Wohnmodulen in recycelten Containern Bio-Cafés und Bioläden, gemeinschaftliche Räume zum Kochen und Essen, eine kokonförmige Ruheinsel, umwachsen von Pflanzen, als Ruheort für die Gemeinschaft, Selbstversorgergärten und Räume zum „Daddeln“ ebenso wie Kindergärten und sogar Fitnessräume und ein Schwimmbad.

Professionelle Arbeiten

Bölts zeigte sich begeistert von den Schülerarbeiten: „Ganz professionell“ seien einige gewesen. Mit vielfältigen Bilderreihen haben einige Schüler ihre Pläne noch zusätzlich ergänzt, um die Atmosphäre und die Materialien ihrer Bauten zu veranschaulichen – ganz so, wie es unter Architekten tatsächlich üblich sei. Nun sind die Jugendlichen gespannt, ob sie auch Impulsgeber geworden sind – für den tatsächlichen Umbau einer Alten Ziegelei, der in den kommenden Jahren erfolgen soll.

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