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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Bildung

Magische Momente an der GAG

01.06.2018

Landkreis Schuhe heben ab und fliegen zu ihren Besitzern, Luftschlangen rollen sich wieder ein, Blätter erheben sich vom Boden, fliegen in hohem Bogen durch die Luft und landen treffsicher in der Hand eines lachenden Schülers – und das alles vor der Kulisse Oldenburger Sehenswürdigkeiten. Diese und viele weitere erstaunliche Szenen haben in dieser Woche Schüler der Graf-Anton-Günther-Schule gemeinsam mit ihren polnischen Austauschgästen aus Lublin entwickelt.

Aufgabe war es, eine magische Stadtführung filmisch umzusetzen. So führt der Film den Betrachter durch ganz Oldenburg, die einzelnen Szenen spielen vor zentralen touristischen Orten wie Schloss, Theater oder Rathaus – und lässt durch die offenbare Schwerelosigkeit der Gegenstände den Betrachter staunen. „Da haben wir uns eines ganz einfachen filmischen Tricks bedient“ meint Nina Gluth, Initiatorin des Projektes, schmunzelnd: (Fast) alle Szenen sind rückwärts abgespielt und lassen auf diese Weise verblüffende Szenen entstehen.

Filmprojekte im Rahmen des deutsch-polnischen Schüleraustausches haben Tradition an der Schule, die als „Referenzschule: Film“ die Begeisterung für filmisches Arbeiten weitergeben möchte. Bereits zum vierten Mal haben die Austauschschülerinnen und -schüler sich dieses Mediums bedient, um Oldenburg, seine Architektur – aber auch die Einwohner näher kennenzulernen. Dabei wurde der Fokus der filmischen Arbeit ganz unterschiedlich gesetzt – mal galt es, Menschen anzusprechen und für ein Musikvideo zu gewinnen, mal wurde das Augenmerk auf die Architektur gelegt, mal ein dokumentarischer Ansatz gewählt – und nun galt die Aufmerksamkeit der Magie.

Die gemeinsame Filmarbeit der Schüler beider Nationen sei hervorragend geeignet, den Blick zu schärfen, Kreativität und Engagement zu fördern und nicht zuletzt ein gutes Teamgefühl zu entwickeln, ist Gluth überzeugt. Als Filmberaterin der Region unterstützte sie gemeinsam mit Arne Osolin, die Jugendlichen beim Filmschnitt.

Aus rechtlichen Gründen kann der Film leider nicht auf Youtube veröffentlicht werden. Die polnischen Gäste nehmen den Film deshalb auf einem USB-Stick mit nach Lublin. „Den werden wir zuhause den anderen Schülern zeigen“, sagt Magdalena Kosior-Szychiewicz. Seit 1993 wird Deutsch am „Prywatne Gimnazjum i liceum im. J.J. Paderewskiego“ unterrichtet, seit Beginn des Schüleraustausches vor sechs Jahren ist das Interesse der Schüler stark gestiegen, berichten die Lehrerinnen Magdalena Kosior-Szychiewicz und Malgorzata Zalewska. Zweimal im Jahr reisen Gymnasiasten aus Lublin nach Deutschland – und umgekehrt. „Es sind richtige Freundschaften entstanden“, freut sich der Koordinator des Austauschprogramms, Niels-Christian Heins. Das zeige sich beispielsweise bei der Frage der Unterbringung der Gäste. „Das regeln die Schüler häufig schon Wochen vorher ganz allein.“ Bewährt haben sich auch die Vorbereitungstreffen auf halber Strecke. Die ersten Tage trafen sich 25 polnische und ebensoviele deutsche Schüler mit Lehrern dieses Mal in einem Zisterzienserkloster in Thüringen. Exkursionen nach Weimar, Mühlhausen und Buchenwald machten die jungen Menschen mit den positiven, aber auch den dunklen Kapiteln der deutschen Geschichte vertraut.

Der Termin für den nächsten Besuch in Lublin steht auch schon fest: im Oktober reist eine Gruppe des Landkreisgymnasiums wieder nach Polen.

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