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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Bildung

Sie haben die Inklusion im Blick

18.04.2019

Landkreis /Oldenburg Das eigene Kind hat in der Schule Förderbedarf. Sonderpädagogischen Unterstützungsbedarf, wie es im Fachjargon genannt wird. Einige Eltern haben an dieser Tatsache schwer zu kauen. Das hat Karl-Heinz Book, Schuldezernent für den Landkreis Oldenburg, mehrfach erfahren. „Hier ist es wichtig, dass wir mit den Eltern ein Arbeitsbündnis eingehen.“ Wir. Damit ist nicht nur die Schulbehörde, sondern auch das RZI gemeint. Seit 1. August 2018 ist das Regionale Zentrum Inklusion für den Landkreis Oldenburg am Birkenweg 5 in Oldenburg angesiedelt. Es ist Teil der Niedersächsischen Landesschulbehörde. Das Beratungsgespräch mit den Eltern ist ein Bruchteil des Aufgabenfeldes des Zentrums: Gemeinsam mit RZI-Leiter Thomas Trüper gab Book einen Einblick.

Anstoß durch Schule

Bevor der Nachweis des Förderbedarfs vorliegt, ist die Leitung der Schule, die das Kind besucht, angehalten, das Verfahren auf den Weg zu bringen, erklären Book und Trüper. Eine Förderkommission erstellt ein Gutachten. Unter Beteiligung der Eltern wird das Ergebnis vorgestellt. Das wiederum wird weitergeleitet an das RZI. „Wenn die Eltern mit dem Ergebnis nicht zufrieden sind, laden wir sie zu uns zu einem Gespräch ins RZI ein“, erklärt Book.

Beim Stichwort „Förderbedarf“ gebe es in einigen Köpfen nach wie vor ein bestimmtes Stigma. Trüper und Book betonen: Im Gegensatz zu vorherigen Praktiken sei nicht die Ausgrenzung des Kindes in eine Förderschule das Ziel, sondern die Sicherstellung des Förderanspruchs in einer inklusiven Schule. „Das Recht der Eltern auf die Wahl der Schule bleibt dabei grundsätzlich unangetastet.“

Das ist ein Beispiel, wie die Arbeit im RZI laufen kann. Im Wesentlichen berät das Zentrum, erklärt Trüper. Schüler, Mitarbeiter der Schulen, Eltern. Das Ziel: Inklusion soll an inklusiven Grund- und weiterführenden Schulen reibungslos gelingen. Dazu arbeitet das RZI mit den Bildungseinrichtungen zusammen.

Auch die Steuerung von Personal hat RZI-Leiter Trüper im Blick: Das bedeutet, dass er durch regelmäßige Abfragen erfährt, an welchen Standorten sonderpädagogischer Bedarf besteht. Auch an Abordnungsverfahren ist das RZI beteiligt: Dies kommt zustande, wenn beispielsweise ein Sonderpädagoge den Schulstandort wechseln möchte. Im Gespräch wird deutlich, dass die Situation an Grundschulen besser aussieht: Dort wird die Versorgung an sonderpädagogischen Lehrkräften nicht nur fall-, sondern auch systembezogen errechnet. Letzteres bedeutet, dass grundsätzlich pro Klasse zwei Unterrichtsstunden gezählt werden. Ein Beispiel: Eine Schule mit acht Klassen hat 16 Unterrichtsstunden Bedarf. „Wir haben an den Grundschulen im Landkreis eine sehr professionelle Versorgung“, so Book. Anders sieht es derzeit an weiterführenden Schulen aus: Dort seien die sonderpädagogischen Fachkräfte „in der Summe zu wenig“. Das RZI arbeitet an einer Lösung. „Es wird ein Inklusionskonzept geben“, verspricht Trüper. „Zu einem Zeitpunkt X.“

Schulen vernetzen

Dieses Konzept soll einerseits die bestehende Netzwerkarbeit bei den Grundschulen bewahren und stärken. Andererseits soll das Informationsnetzwerk auf die Sekundarstufe-I-Schulen ausgeweitet werden.

Die sonderpädagogischen Mitarbeiter werden von Förderschulen aus entsendet: Die jeweilige Förderschule fungiert als Dienststelle, übernimmt also Beratungs-, Steuerungs- und Entwicklungsaufgaben. Sollte die jeweilige Förderschule allerdings auslaufen, würde das RZI die Aufgaben einer Dienststelle übernehmen. Im Landkreis können nach derzeitigem Stand die Förderschulen Lernen in Ganderkesee, Wildeshausen und Wardenburg bis zum Schuljahr 2022/23 Kinder in Jahrgang 5 aufnehmen.

Verena Sieling Wildeshausen / Redaktion Wildeshausen
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