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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Bildung

Lehrer erleben „Plateau der Produktivität“

13.04.2013

Sandkrug Wie können Tablet-Computer wie das iPad Schülern beim Lernen helfen? Welche Vorteile haben die flachen, tragbaren Computer, welche Nachteile gibt es? Welche Bedenken gegen ihren Einsatz sind begründet, welche unbegründet? Diese Fragen diskutieren rund 200 Lehrer von Schulen aus fünf Bundesländern am Freitag in der Waldschule Hatten.

Die Sandkruger Schule war die erste in Niedersachsen, die eine iPad-Klasse eingerichtet hat, in der die Mobilrechner von den Eltern der Kinder finanziert werden. Immer wieder haben die verantwortlichen Lehrer um den Initiator des Projekts, Andreas Hofman, auch Kontakt zu anderen Schulen gesucht, beraten und Erfahrungen ausgetauscht.

Am Freitag hat Hofmann mit Kollegen, Medienpädagogen und einem Vertreter der Firma der Firma Apple zahlreiche Workshops rund um den Unterricht mit dem iPad angeboten. In der Aula der Schule präsentierten sich zahlreiche Firmen mit ihren Angeboten rund um mobiles Lernen in der Schule.

Wechselnde Erfahrungen

Hofmann selbst berichtete ausführlich von den Erfahrungen, die an der Waldschule mit den flachen Rechnern gemacht wurden. Die erste Begeisterung sei riesig gewesen, ebenso drastisch dann aber der Absturz. „Plötzlich war, besonders bei den Eltern, das iPad an allen Problemen schuld“ erinnerte sich Hofmann . Nach dem Absturz komme aber der „Pfad der Erleuchtung“ und schließlich das „Plateau der Produktivität“, beruhigte er die Kollegen. „Irgendwann kommt die Erkenntnis, was macht man besser mit dem iPad, wann greift man besser zum Papier oder zum Wörterbuch“. Manchmal gäben die Lehrer ihre Arbeitsaufträge in digitaler Form an die Schüler, die erledigten die Aufgabe dann aber lieber mit dem Bleistift.

Die Schüler, da ist Hofman überzeugt, profitieren von dem Gerät. Sie lernten, gemeinsam an Aufgaben zu arbeiten, ihre Arbeit selbst zu organisieren. Außerdem benutzten die Schüler, die den Computer oft nur als Spielgerät sähen, ihn jetzt als ernsthaftes Arbeitsgerät, was auch die Chancen am Arbeitsmarkt erheblich steigere.

Ersatz für schweren Atlas

In den meisten Fällen, so der Lehrer, sei der Tablet-Computer eine Ergänzung, kein Ersatz für andere Arbeitsmittel. Manche Dinge, wie Wörterbuch, den schweren Atlas und den Taschenrechner könne das iPad allerdings sehr wohl ersetzen. Probleme, das gibt Hofmann unumwunden zu, gebe es auch immer wieder und nicht jeder Schüler widme dem Unterricht jederzeit die volle Aufmerksamkeit: „Wenn der eine Stunde lang aus dem Fenster sieht, haben wir seine Aufmerksamkeit aber auch nicht.“

Bis in den Nachmittag hinein wurde an der Waldschule diskutiert und ausprobiert. Schulleiter Stephan Piper war zufrieden mit dem Projekt. Ein solcher Tag wirbele den Schulalltag im positiven Sinne durcheinander, sagte er mit Blick auf die vielen an der Umsetzung beteiligten Schülerinnen und Schüler. Die, so Piper, profitierten von ihrer Mitarbeit an der Organisation ganz erheblich.


NWZ TV    zeigt einen Beitrag unter   www.nwz.tv/oldenburg-land 

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