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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Bildung

Sprachförderung: Manche können nur „Hallo“ sagen

09.06.2017

Ganderkesee Manche Kinder können nur „Hallo“ sagen, andere deutsche Wörter kennen sie nicht. Auch einige Eltern sprechen kaum ein Wort Deutsch. Das berichtete Maike Erhorn, Leiterin der Kindertagesstätte Habbrügger Weg, am Donnerstag im Gespräch mit Astrid Grotelüschen. Die CDU-Bundestagsabgeordneten besuchte die Kita, um sich über Sprachförderung zu informieren.

Seit Anfang Mai bekommen die Mitarbeiterinnen der Einrichtung Unterstützung von Maike Drews. Die Diplom-Sozialarbeiterin und -Sozialpädagogin konnte dank einer Förderung des Bundesprogramms „Sprach-Kitas: Weil Sprache der Schlüssel zur Welt ist“ angestellt werden. Die 44-Jährige aus Harpstedt, die zuvor als Familienhelferin bei einem freien Träger der Jugendhilfe beschäftigt war und unter anderem syrische Mädchen betreut hat, arbeitet 19,5 Stunden pro Woche in der Kita. Sie ist montags bis freitags vor Ort.

Mit dem Programm, das im Januar 2016 gestartet ist, stärkt das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend die sprachliche Bildung, inklusive Pädagogik sowie die Zusammenarbeit mit Familien in den Kitas. Im Landkreis Oldenburg sind sieben Stellen geschaffen worden. Maike Drews’ Stelle in der Kita Habbrügger Weg ist die einzige in Ganderkesee.

Das Bundesprogramm richtet sich an Kitas, die von einem überdurchschnittlich hohen Anteil von Kindern mit sprachlichem Förderbedarf besucht werden. In der Kita am Habbrügger Weg haben den laut Karen Becker, Leiterin des Fachdienstes Kindertagesstätten der Gemeinde, rund 40 der 147 Kinder.

Der Bund stellt für das Programm zwischen 2016 und 2020 bis zu eine Milliarde Euro zur Verfügung. Für Maike Drews’ Stelle stehen bis 2020 jährlich 25 000 Euro zur Verfügung. Weitere Kosten, wie etwa für Fortbildungen, übernimmt die Gemeinde – wie hoch die sind, konnte Karen Becker nicht sagen.

Teil des Programms ist auch der Austausch der Kitas untereinander. Die Kita Habbrügger Weg habe sich hier aufgrund der räumlichen Nähe dem Landkreis Wesermarsch angeschlossen, erklärt Becker. Alle vier bis sechs Wochen findet ein Austausch mit einer Fachberaterin des Landkreises Wesermarsch statt. Das erste Treffen steht Maike Drews noch bevor.

Wie genau die Sprachförderung aussehen soll, kann die Sozialpädagogin noch nicht genau sagen. Bisher hat sie in den acht Gruppen der Kita hospitiert. „Ich habe geguckt, was das für Kinder sind, und habe mit den Mitarbeitern gesprochen“, so Drews. „Wir möchten gemeinsam herausfinden, was die Sprachbildung fördert und was sie hemmt“, erklärt Erhorn. Dabei setze die Kita besonders auf Bewegung, schließlich ist sie seit rund zehn Jahren zertifizierter Bewegungskindergarten. Auch die Eltern müssten erreicht werden. „Sprachförderung kann nicht die komplette Aufgabe des Kindergartens sein“, betonte auch Astrid Grotelüschen.

Sonja Klanke Redakteurin, Agentur Schelling / Redaktion Ganderkesee
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