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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Bildung

Oberschule: Ministerium bremst Behörde aus

11.05.2011

HUDE Irritationen um die Oberschule mit gymnasialem Zweig: Zunächst wurde am Dienstagmorgen ein Schreiben der Niedersächsischen Landesschulbehörde bekannt, in der die Regionalabteilung Osnabrück ankündigt, dass der Huder Antrag auf Einrichtung einer Oberschule im Sekundarbereich I mit gymnasialem Angebot abgelehnt werden soll. Wegen nicht ausreichender Schülerzahlen im Haupt- und Realschulbereich würden die Genehmigungsvoraussetzungen nicht erfüllt, so die Behörde.

Dieses Schreiben löste hektische Betriebsamkeit aus: Die Kreisverwaltung informierte die Kreistagsfraktionen, Bürgermeister Axel Jahnz schaltete den CDU-Landtagsabgeordneten Ansgar Focke (Ganderkesee) ein. Der wiederum sprach am Nachmittag persönlich mit Kultusminister Bernd Althusmann. Ergebnis: „Das Kultusministerium teilt die in dem Schreiben der Schulbehörde vertretene Ansicht nicht“ , betonte Focke gegenüber der NWZ .

Behörde kann nicht ablehnen

Minister Althusmann habe verfügt, dass jede Entscheidung für bzw. gegen einen gymnasialen Zweig nur durch ihn persönlich erfolgt und nicht durch die Landesschulbehörde. Das Kultusministerium habe ihm mitgeteilt, dass die Behörde überhaupt nicht die Befugnis habe, den gymnasialen Zweig abzulehnen, berichtete Focke.

Zur Begründung ihrer ablehnenden Haltung hatte die Schulbehörde auf die Ergebnisse der Elternbefragung verwiesen, mit der die Gemeinde Hude vorrangig den Bedarf für den gymnasialen Zweig belegen wollte.

Nach den Prognosen, die die Gemeindeverwaltung ihrem Antrag beigefügt hat, werde die nach der „Verordnung für die Schulorganisation“ erforderliche Mindestschülerzahl im Haupt- und Realschulbereich von 48 pro Jahrgang nur in den ersten beiden Schuljahren (73 Schüler in 2011/2012 sowie 49 Schüler in 2012/2013) erreicht, danach jedoch nicht mehr, weil zu viele Eltern den gymnasialen Zweig bevorzugen. Laut Schulentwicklungsplanung des Landkreises Oldenburg seien die Schülerzahlen sogar noch niedriger (zwischen 34 und 26 pro Jahrgang), so die Behörde.

Gespräch mit Ministerium

Für diesen Mittwoch hat Ansgar Focke ein Gespräch zwischen der Gemeindeverwaltung und dem Kultusministerium vermittelt, in dem die Huder Zahlen erörtert werden sollen. Eine Stellungnahme des Ministeriums soll noch heute an die Gemeinde Hude und den Landkreis Oldenburg gehen. „Wir brauchen vor der am Donnerstag stattfindenden Kreisschulausschuss-Sitzung Klarheit“, sagte Focke.

Focke bedauert Unruhe

Der Landtagsabgeordnete bedauerte, dass im Vorfeld eine Behörde Unruhe gestiftet und für Verunsicherung gesorgt habe. Faktisch spreche nichts gegen eine Oberschule mit gymnasialem Zweig in Hude. Das Thema sei jetzt entscheidungsreif. Die Kreisgremien hätten sich nicht mit der Frage der Mindestzügigkeit der Haupt- und Realschule in Hude zu beschäftigen, sondern einzig und alleine damit, ob ein gymnasialer Zweig das GAG gefährdet.

„Wir halten unseren Antrag ohne Wenn und Aber aufrecht“, versicherte Bürgermeister Axel Jahnz.

Stephan Onnen Redakteur / Redaktion Oldenburg
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