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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Bildung

Mit Baggern fahren statt Bleistifte spitzen

24.04.2015

Ganderkesee Für einen Tag von der Schulbank ins Berufsleben ging es für die Teilnehmer des Zukunftstags in der Gemeinde Ganderkesee am Donnerstag. Viele Betriebe hatten dazu Schüler eingeladen. Die NWZ  besuchte einige Betriebe, in denen die Schüler an diesem Tag mitarbeiten durften.

17 Kinder im Alter von neun bis 14 Jahren verbrachten den Donnertagvormittag bei der Atlas Maschinen GmbH: „Letztes Jahr hatten wir über 30 Kinder – das war ein bisschen viel. Deshalb haben wir das dieses Jahr ein bisschen eingegrenzt“, erklärte Michael Wernicke, Linienleiter bei Atlas. Wichtig sei, dass das Kind eine Beziehung zum Betrieb habe – durch Familie oder Bekannte.  „Schließlich sind wir eine große Familie.“

Vorab hatte er die Zukunftstagteilnehmer durch den Betrieb geführt, dann ging es an den Arbeitsplatz. „Ein Bekannter von meiner Mutter arbeitet hier als Schlosser und meinte, ich soll mir das mal anschauen“, berichtete Jannik Müller. Auch Zuhause schraube er gern an Treckern, und so könne er einen Einblick bekommen. Positiver Nebeneffekt: In seiner Schule, die Peter-Ustinow-Schule in Hude, musste er an diesem Tag nicht.

Auch bei der Tischlerei Reisch gab es am Donnerstag Besuch von Schülern. Fünf Kinder wurden dort von Tischler Willi Brunnmeier betreut. Mit Schraubstock, Schleifpapier und Säge bastelten die Handwerker auf Probe dort ein Schlüsselbrett. „Das ist Holzarbeit von Anfang bis Ende“, erklärte Tischlermeister Heiko Timmermann. Und auch die Schüler waren von der Holzarbeit sehr angetan: „Ich hab’ Spaß am Holz und am Schleifen – das habe ich schon letztes Jahr beim Werken in der Schule gemerkt“, sagte Lucas Rügler, Siebtklässler an der Oberschule Ganderkesee. Ebenfalls aus der Oberschule kam auch Merle Wolf. Die 14-Jährige habe den Betrieb gewählt, weil sie gern etwas Kreatives machen wollte, berichtet die Schülerin. „Ich kann mich aber noch nicht entscheiden, ob ich lieber Floristin oder Tischlerin werden will“, erklärte sie.

Theoretischer ging es gleichzeitig in Bookholzberg zu: Acht Schüler der Jahrgangsstufen fünf bis acht entschieden sich, ihren Zukunftstag bei der Volksbank Bookholzberg-Lemwerder zu verbringen. „Wir haben die Kinder in zwei Gruppen eingeteilt“, erklärte Cornelia Harjes, Bankkauffrau und Betreuerin der Zukunftstagbesucher. Während die eine Gruppe durch die verschiedenen Abteilungen des Gebäudes geführt worden sei, habe die zweite Gruppe eine Schulung zum Thema Falschgeld bekommen.

„Da hat der Tag schön angefangen“, freute sich auch Mara Bittmann, Schülerin der siebten Klasse am Ganderkeseer Gymnasium, über die interessante Schulung. Das Gelernte könne sie nun auf dem Flohmarkt anwenden, wenn sie dort etwas verkaufe. Obwohl die 13-Jährige später lieber Diplomatin werden wolle, habe ihr der Blick hinter die Kulissen einer Bank sehr gut gefallen: „Sonst steh’ ich ja nur am Schalter oder am Bankautomaten.“

Junge Besucher gab es auch in der Ganderkeseer Gemeindeverwaltung: Neun Schüler wurden morgens zunächst von Gemeindesprecher Hauke Gruhn im kleinen Sitzungssaal begrüßt, wo sie grundlegende Informationen zur Gemeinde und zum Rathaus erhielten und Fragen stellen konnten.

Die Auszubildenden Luisa-Marie Heck und Dennis Hoffmann hatten den Zukunftstag gemeinsam organisiert. Sie führten die Schülerinnen und Schüler anschließend auch durch die verschiedenen Stationen im Rathaus. Unter anderem konnten sich die jungen Gäste über die Bereiche Schulen, Jugend, Sport und das Bürgerbüro informieren.

Zum Abschluss gab es ein Quiz zu dem Gelernten. Gefragt wurde zum Beispiel nach der Anzahl der Bauerschaften, in die sich die Gemeinde gliedert, nach der französischen Partnerstadt oder dem Wappentier der Gemeinde. Bei der Tour durchs Rathaus sollten die Gäste unter anderem ermitteln, welche Strafen Schulschwänzern drohen und was mit Falschparkern passiert.

Am Ende des Arbeitstags profitierten die Zukunftstagteilnehmer nicht nur von einem schulfreien Tag, sondern auch von den Erfahrungen im Betrieb: „Die meisten Mitschüler sind in der Schule geblieben, aber ich finde, man sollte mehr ausprobieren“, bilanzierte Lucas Rügler.

Désirée Senft Volontärin / NWZ-Redaktion
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