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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Bildung

Berufsleben: Mit Bohrer Praxistest machen

11.07.2015

Wardenburg /Oldenburg „Noch finde ich das ganz spaßig. Mal sehen, wenn man das länger macht“, ist Michelle Perl etwas skeptisch. Es ist erst ihr zweiter von vier Werkstatttagen in der Fahrradtechnik. Das Schrauben an Rädern gefällt der Schülerin der 8b der Integrierten Gesamtschule Am Everkamp in Wardenburg.

Sie und mehr als 100 andere Achtklässler erleben derzeit, wie es im Berufsleben aussieht. Neben der Fahrradtechnik haben sie Einblick in die Informationstechnik, die Floristik, Farbtechnik, Tischlerei, Metalltechnik, Raumgestaltung, Wirtschaft und Verwaltung oder einen Friseursalon. Je drei Stationen haben sie sich ausgesucht, täglich von 8 bis 15 Uhr dauert der Arbeitstag, deutlich länger als der normale Schultag. „Daran muss man sich erst gewöhnen“, gesteht Michelle.

Betreut werden die Fahrradschrauber von Arbeitspädagogin Simone Prütz in einer Werkstatt des Bildungswerks der Niedersächsischen Wirtschaft in Oldenburg. Hier gibt es keine fertigen Drahtesel, die sollen die Kinder ja erst zusammenschrauben.

Mirko Wloka aus der 8e hat schon „Blut geleckt“. Er hat ein Praktikum in einem Fahrradgeschäft gemacht und seine Lehrstelle sicher. Bei ihm ist schon eine gewisse Routine beim Schrauben zu sehen.

Die hat nicht jeder. Manche Schüler sind unsicher und benötigen mehr Unterstützung beim Weg in den Beruf. Für sie ist Berufseinstiegsbegleiterin Anette Löhr an der IGS beschäftigt. Sie kümmert sich derzeit intensiv um elf Achtklässler, die ein Berufseinstiegsprogramm durchlaufen, das je nach Schulabschluss anderthalb oder zwei Jahre dauern kann.

Die gelernte Raumausstatterin mit Meistertitel, Mutter von drei Kindern, versteht sich als „Maklerin“ zwischen den Schülern und deren Weg in den Beruf. Sie organisiert Praktikumsplätze, spricht mit Eltern, Lehrern oder Betrieben, hilft bei Bewerbungen. „Ich möchte, dass meine Teilnehmer glücklich und zufrieden in eine Ausbildung gehen“ sagt Löhr.

Bei den Floristen, die in der Jugendwerkstatt der VHS Oldenburg, in der Welt der Pflanzen Fuß zu fassen versuchen, surrt ein Bohrer. Daniela Schirach, die vielleicht Floristin werden will, bohrt Löcher in Muscheln, damit sie für einen Türschmuck aufgefädelt werden können.

Doch Floristmeisterin Heike Pargmann behandelt mit den Mädchen auch Stilkunde, Gestaltung oder Pflanzenkunde – dazu geht es sogar in den botanischen Garten. Die Gruppe hat schon einen Türkranz gebastelt und einen Strauß gebunden. „Und das Coolste ist, dass wir die Sachen mit nach Hause nehmen dürfen“, so Rebecca Meiners.

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