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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Bildung

Mit viel Temperament bei der Arbeit

21.04.2017

Hude Fernanda Martins hält ein schwarz-weißes Stück Gestricktes in die Höhe. „Was ist das?“ fragt sie die Mädchen und Jungen, mit denen sie im Garten spielt. „Ein Handschuh“, antworten sie durcheinanander. „Handschuh“, wiederholt die 19-jährige langsam und betont dabei jede Silbe.

Fernanda Martins ist Brasilianerin. Sie kommt aus der größten Stadt des Landes, São Paulo. Und obwohl sie erst seit Anfang März in Deutschland zu Gast ist, spricht sie schon sehr gut Deutsch. Sie lebt bei Familie Fischer in Kirchkimmen, weil sie im Waldorfkindergarten in Hude ein Freiwilliges Jahr absolviert.

Über den Verein „Freunde der Erziehungskunst Rudolf Steiners“ ist die junge Frau nach Deutschland gekommen. In der Gemeinde Hude und im Kindergarten hat sie sich bestens eingelebt.

Ein Freund der Familie habe bereits in Deutschland gearbeitet und davon geschwärmt. Er weckte das Interesse der temperamentvollen Brasilianerin. Vor ihrer Ankunft hatte sie nur eine Deutsch stunde, nun lernt sie die Sprache an der Volkshochschule in Oldenburg und mit Hilfe ihrer Gastfamilie oder den Kindern und Erzieherinnen im Huder Waldorf-Kindergarten.

Fernanda Martins gefällt so einiges an Deutschland: „Ich liebe das Wetter, die Leute und Wurst“, sagt sie und lacht, denn „Wurst“, findet sie, ist ein wirklich komisches Wort.

„Die Kommunikation mit den Kindern funktioniert auch nonverbal“, erzählt Anna Blankemeyer. Die Mutter hat zwei Kinder, die den Waldorfkindergarten besuchen. Mit den Drei- bis Sechsjährigen spielt die Jahrespraktikantin sowohl drinnen als auch draußen. Besonders gern malen die Kinder mit ihr, erzählt sie. Das freut die 19-Jährige, da Malen zu ihren Hobbys gehört.

Fernanda Martins reckt sich und greift nach der Mehldose oben im Regal der Küche. Vor ihr liegt ein aufgeschlagenes Backbuch mit bunten Zwergen. Sie backt Waffeln für die Kinder. Auch das Frühstück bereitet sie immer mit vor.

„Fernanda bringt sich toll ein. Sie arbeitet sehr eng mit den Erzieherinnen zusammen, ist offenherzig und eine liebenswerte Person“, berichtet Blankemeyer.

Zwei große Schritte zurück, die Hände an die Nestschaukel und Schwung. „Schneller“ ruft eins der Kinder aus der Schaukel. Fernanda Martins gibt ihnen Anschwung. „Laurentia, liebe Laurentia mein, wann wollen wir wieder beisammen sein?“, singen die Kinder. Die Brasilianerin stimmt mit ein. So lernte sie spielerisch die Wochentage.

Anna Lisa Oehlmann
Volontärin, 3. Ausbildungsjahr
NWZ-Redaktion
Tel:
0441 9988 2003

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