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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Bildung

Hier ist Sicherheit das A und O

09.04.2019

Munderloh 20 Baumpfleger haben sich am Freitag und Samstag in Munderloh am Ziegeleiweg zu einem zweitägigen Seminar getroffen. Die Federführung hatte die Baumkletterei Feldmann GbR mit den Brüdern Jan und Joshua Feldmann und ihrem Vater Job. Mit dabei waren ihre angestellte Diplombiologin Annette Pfeiffer, der ökologische Gutachter Dr. Klaus Handke und der Fledermausexperte Clemens Buchmann.

Am Vormittag wurden verschiedene naturkundliche Themen besprochen. Welche Lebensräume sind ideal für eine möglichst hohe Artenvielfalt wie zum Beispiel Vögel. Welche Bäume werden von welchen Vögeln bevorzugt und die Frage der Bedeutung von Totholz wurde hervorgehoben. Auch der Efeubewuchs ist als Nahrungsquelle und als Brutraum für Insekten und Vögel von großer Wichtigkeit, ebenso die Strukturen im Baum wie Baumhöhlen und Rindentaschen, die auf eine Besiedlung mit Vögeln, Fledermäusen oder gefährdeten holzbewohnender Insekten hinweisen können, müssen erkannt werden.

Am Freitagnachmittag stand der Eremit im Mittelpunkt der Diskussion. Als Käferfachmann stellte sich der Koleopterologe und Eremitexperte Axel Bellmann zur Verfügung, der diesen streng geschützten Käfer, seinen Lebensraum in sogenannten Mulmhöhlen, vor allem in alten über 200-jährigen Bäumen, zum Thema hatte. Wer diesen Lebensraum durch Beschneiden beziehungsweise Fällen der Bäume bewusst oder auch unbewusst zerstört, begeht eine strafbare Handlung, erfuhren die Teilnehmer.

Am Samstag stand die Rettung von hilflosen Personen oder verunglückten Kollegen aus den Baumkronen auf dem Plan: Nach einem eineinhalbstündigen theoretischen Teil mit Sicherheitsunterweisung und Rettungstheorie wurden Rettungsübungen an vier verschiedenen Bäumen mit unterschiedlichen Rettungsszenarien geübt.

Wie deutlich wurde, setzen sich Baumpfleger zahlreichen Gefahren aus, die auch zu Unfällen führen können, beschrieben die Gebrüder Feldmann die Situation. Dabei nannten sie das versehentliche Durchtrennen der Seile oder Verletzungen durch die laufende Motorsäge als mögliche Ursachen. Auch das Abrutschen und Hängen im Gurt kann schon nach wenigen Minuten durch den sogenanntem orthostatischen Schock (Hängetrauma) zum Tode führen. Aus diesem Grund muss immer ein zweiter Kletterer vor Ort und in der Lage sein, die verunfallte Person innerhalb von 15 Minuten sicher zu Boden zu bringen.

Besonderer Fachkenntnis hatte schon Janosch Heimbucher, Ausbilder der Baumpflegeschule Busemann, der die Wichtigkeit der jährlichen Sicherheitsunterweisung und Rettungsübung als Pflicht für gewerblich arbeitende Baumpfleger bezeichnete.

Schon vor zwölf Jahren hatte Job Feldmann nebenberuflich mit dem Klettern begonnen. „Er konnte uns viel mit auf den Weg geben“, sagen heute seine beiden Söhne.

Nach dem Abitur, Auslandsaufenthalten und Berufsbildungen haben beide jetzt mehr als nur einen Nebenberuf aus dem Klettern gemacht und hatten 2013 die Firma „Baumkletterei Feldmann“ gegründet.

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