• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Deals
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • Veranstaltungskalender
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
  • Über uns
 
NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Bildung

AUSTAUSCH: Nach einer Woche Vorurteile widerlegt

16.06.2008

WILDESHAUSEN /LANDKREIS „In Deutschland leben viele nette Leute“, sagt Julian Saremba. „Nur das Bier hier ist nicht so gut wie sein Ruf. Unseres ist besser“, meint der 17-jährige Schüler aus den polnischen Czachowki. Auch seine Mitschülerin Aneta Templin (17) zeigt sich sehr zufrieden: „Es hat mir sehr gut gefallen. Die Schulen hier in Wildeshausen sind sehr schön.“ Allerdings könnten die Deutschen in Sachen Pünktlichkeit noch etwas von den Polen lernen.

Eine Woche lang waren zehn Jugendliche der Fachoberschule Agrarwirtschaft aus dem polnischen Partnerlandkreis Nowomiejski an den Berufsbildenden Schulen (BBS) in Wildeshausen zu Gast. Neben Tagesfahrten nach Bremen und Hamburg stand unter anderem ein gemeinsames Theaterprojekt auf dem Programm. „Wir sind alle sehr zufrieden“, bedankte sich Lehrer Robert Wasiak im Namen der Jugendlichen bei den Gastfamilien. Viele Vorurteile seien widerlegt worden. Bei der Abschlussfeier mit allen Beteiligten am Freitagabend in der BBS an der St.-Peter-Straße wurden noch einmal Adressen ausgetauscht und Bilder gemacht. „Ich bin fast blind“, reagierte Wasiak ironisch auf die vielen Blitzlichter.

Gleichzeitig stellten die Jugendlichen die Ergebnisse einer Fragebogen-Aktion vor. Als „typisch polnisch“ gelten beispielsweise die Krakauer-Wurst, Saison-Arbeitskräfte oder „Polen-Märkte“. Mit Deutschland verbinden die Gäste unter anderem gute Autos, Oktoberfest oder Fahrräder. Nach dem Essen schlüpften Polen wie BBS-Schüler in blaue Nonnenkostüme und sangen Lieder nach dem Vorbild des Films „Sister Act“. Anschließend wurde in der Diskothek „Fun Factory“ lange weitergefeiert. Am Sonnabend machte sich die Schülergruppe ab Bremen auf in Richtung Heimat.

Einwilligung und Werberichtlinie

Ja, ich möchte den täglichen NWZonline-Newsletter erhalten. Meine E-Mailadresse wird ausschließlich für den Versand des Newsletters verwendet. Ich kann diese Einwilligung jederzeit widerrufen, indem ich mich vom Newsletter abmelde (Hinweise zur Abmeldung sind in jeder E-Mail enthalten). Nähere Informationen zur Verarbeitung meiner Daten finde ich in der Datenschutzerklärung, die ich zur Kenntnis genommen habe.

Organisiert hatten den Austausch die BBS-Lehrer Hella Einemann-Gräbert und Rudolf Boning. Die Partnerschaft mit der polnischen Schule exisiert seit 1999. Sie zu pflegen war jedoch nicht immer leicht: In den vergangenen zwei Jahren musste der Austausch unterbrochen werden, weil beide Schulen nicht genügend Gastgeber fanden. Die Fachoberschule Agrarwirtschaft im Kreis Nowomiejski hat nur 160 Schülerinnen und Schüler, erläuterte Wasiak. Nach dem fünften Austausch fiel die Bilanz positiv aus: „Viele Wissensdefizite wurden ausgeglichen“, meinte Boning. Und seine Kollegin Einemann-Gräbert stellte fest, dass die Kommunikation deutlich besser geworden sei: „Einige fahren gar mit Wörterbuch zum Stadtbummel.“ Auch Aneta Templin hat die lange Reise nicht bereut: Die 17-Jährige möchte am liebsten Deutsch-Lehrerin werden.

Stefan Idel Redakteur / Landespolitischer Korrespondent
Rufen Sie mich an:
0511 161 23 15
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.