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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Bildung

Wo die Lehrer täglich twittern

27.09.2019

Neerstedt „Jetzt können wir endlich arbeiten und in den gegenseitigen Austausch gehen“, freut sich Birte Otte. Die Klassenlehrerin der 4a an der Grundschule Neerstedt hat eine zweiwöchige Hospitation an einer Primary School im schottischen Stirling verbracht.

Vom 24. August bis 7. September hat sie an dem Erasmus-plus-Projekt mit dem Schwerpunkt „Job-Shadowing“ teilgenommen – unter dem Oberthema „Digitaler Wandel an Schulen. Erfolgreich leben und lernen mit digitalen Medien“.

Birte Otte leitet seit zwei Jahren eine Erasmus-AG an der Grundschule und ist immer auf der Suche nach Partnerschulen für den gegenseitigen Austausch. Dies sei allerdings schwierig. Der Kontakt zu der Schule in Stirling ergab sich nun, weil sie in der Nähe Urlaub gemacht hatte.

„Vor allem wollte ich mir angucken, wie andere Schulen mit neuen Medien umgehen“, sagt Birte Otte. „Also mit Whiteboards, iPads – weil wir gerade damit starten.“ Die Grundschule hat im September einen Satz Tablets von der Kreismedienstelle ausgeliehen.

Dafür hospitierte sie in den sieben Klassen der schottischen Schule – und stellte Unterschiede im Schulsystem fest: „Die Primary School geht von Klasse eins bis sieben, es gibt je eine Klasse pro Jahrgang“, erklärt die Lehrerin. Die Schüler seien in der ersten Klasse zwischen vier und fünf, in der siebten zwischen elf und zwölf Jahren alt.

Außerdem dauere ein Schultag von 9 bis 15.30 Uhr. Dafür werde alles in der Schule erledigt, Hausaufgaben gebe es nicht. „Der Klassenlehrer unterrichtet alles, dadurch entsteht viel mehr Ruhe“, berichtet Birte Otte von ihren positiven Eindrücken.

Besonders gut habe ihr auch der Einsatz von digitalen Medien gefallen: „Ich habe viele neue Apps kennengelernt“, freut sie sich. In Mathe werde beispielsweise das Programm „Big Math“ eingesetzt. Damit wird der Stand der Schüler eingestuft, sodass jeder Aufgaben seinem Lernniveau entsprechend bearbeiten kann. „Ich überlege schon, ob man Big Math auch hier testen könnte“, sagt Birte Otte.

Was alles möglich ist, zeigte sich während einer Video-Konferenz: „Ein Wissenschaftler, der östlich von Australien auf einem Forschungsschiff unterwegs ist und Vulkanaktivitäten untersucht, hat uns eine Schulstunde lang mitgenommen“, erzählt Birte Otte begeistert. Im Anschluss bekamen die Schüler Aufgaben zum Gesehenen gestellt – und die Lehrerin twitterte über das Erlebte. „Jeden Tag twittern die Lehrer, was sie mit den Kindern gemacht haben“, erklärt Birte Otte. So können die Eltern einen Eindruck vom Schultag ihrer Kinder bekommen.

Eingesetzt werden digitale Möglichkeiten auch bei der Abwesenheit: Wenn ein Schüler krank ist, werde dies ebenfalls im Tablet eingetragen. Die Informationen laufen im Sekretariat zusammen, sodass im Notfall ein guter Überblick besteht.

Begeistert war Birte Otte auch von den Schuluniformen: „Einige Schüler sind sehr arm, einige nicht. Aber man konnte es an der Kleidung nicht sehen.“

Welche Schulform nun besser ist? „Man müsste eine Mischform aus beidem finden.“ Froh ist sie allerdings, dass sie nun endlich eine Schule für einen regelmäßigen Austausch gefunden hat.

Jana Budde Volontärin, 1. Ausbildungsjahr / NWZ-Redaktion
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