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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Bildung

Neues Werkzeug hat viel Potenzial

10.01.2013
NWZonline.de NWZonline 2015-07-22T09:14:18Z 280 158

Ipad-Klasse:
Neues Werkzeug hat viel Potenzial

Sandkrug Die Waldschule in Sandkrug hat sich früh engagiert, als es darum ging, Schüler mit mobilen Computern auszustatten und ihnen so das Rüstzeug für die moderne Arbeitswelt mitzugeben.

Auch bei der Einführung von Tablet-Rechnern war die Schule vorne, im März 2012 bekam die damalige Klasse 8aR ihre iPads. Seitdem benutzen die Schülerinnen und Schüler die Geräte täglich im Unterricht und haben sich ein Bild von den Vor- und Nachteilen machen können.

Wer erwartet hatte, dass die technikbegeisterte Jugend die flachen Rechner jubelnd und kritiklos aufnehmen würde, sieht sich getäuscht – die Bewertungen sind, abhängig von Schülern, Fach und Lehrkraft, unterschiedlich. „Für Präsentationen im Deutschunterricht ist das iPad klasse“, sagt Marc. Auch längere Texte auf der Bildschirmtastatur zu schreiben sei kein Problem. Für andere Fächer zieht der 15-Jährige, wie viele seiner Klassenkameraden und -kameradinnen, Zettel und Stift aber vor.

Vor allem in Mathematik, wo es um exaktes Messen und genaues Zeichnen geht, kann der Tablet-Computer noch nicht mithalten. „Das hat auch damit zu tun, dass viele Schulbuchverlage die Umsetzung ihrer Unterrichtsmaterialien für das iPad noch nicht fertig haben“, sagt Klassenlehrer Eyk Franz.

Im Vergleich zu den an der Schule ebenfalls in einigen Klassen eingesetzten Notebooks schätzen die Schüler das geringe Gewicht, und dass sie lange unabhängig von einer Steckdose arbeiten können. „Außerdem ist es sofort an“, sagt Talea. „Ein Notebook braucht viel länger, bis es hochgefahren ist.“ Die Schüler erkennen aber auch die Grenzen der Tablet-Rechner. Einige bemängeln zum Beispiel, dass sie nicht, wie an einem großen Computer, zwei Programmfenster nebeneinander auf dem Bildschirm darstellen können.

Für Lehrer Eyk Franz ist die gute Integration in die Technik der Klassenzimmer ein Vorteil. Jeder Schüler kann das Bild auf seinem Tablet in Sekunden auf der großen elektronischen Tafel darstellen und so beispielsweise seinen Mitschülern Lösungswege präsentieren. Seine Kollegin und stellvertretende Schulleiterin Silke Müller findet es gut, dass Schüler sich, beispielsweise bei Konversationsübungen in Englisch, gegenseitig filmen und ihre Ergebnisse sofort selbst analysieren können.

Allerdings sind nicht alle Lehrerinnen und Lehrer der Klasse schon völlig auf den Zug aufgesprungen – einige Schüler ärgern sich darüber, dass sie die Arbeitsblätter, die sie von ihren Lehrern bekommen, zu Hause ausdrucken und dann in Papierform wieder abgeben müssen. Eyk Franz will in seinem Unterricht im kommenden Schuljahr weitgehend ohne Papier auskommen, Arbeitsblätter sollen elektronisch bearbeitet und auch in einer elektronischen Mappe gesammelt werden.

In vielen Bereichen bietet das iPad den Schülerinnen und Schülern zusätzliche Möglichkeiten, so das Fazit von Schülern und Lehrern. Es gebe allerdings auch noch reichlich Potenzial für Verbesserungen.