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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Bildung

So überstehen Kräuter die Hitze

24.07.2019

Nuttel Verstärkt Gedanken über die Bewässerung in seiner Bio-Gärtnerei „Herb’s“ in Nuttel macht sich Herbert Vinken angesichts der aktuellen Temperaturen. „In der letzten Woche habe ich mir Sorgen gemacht, aber jetzt hat es wieder geregnet“, zeigt er sich erleichtert. Denn zu 80 Prozent verwende man Regenwasser zur Bewässerung.

„Das Wasser speichern wir in Teichen, die bis zu 500 Kubikmeter Wasser fassen“, so Vinken. Reiche dieser Speicher nicht aus, greife man auf Wasser aus dem öffentlichen Netz zurück. Bewässert werden dabei nur Pflanzen, die in Töpfen stehen, und nicht das gesamte Gelände.

„Wir bewässern sowohl mit Rasensprengern von oben als auch mit einer Mattenbewässerung von unten“, erklärt der 56-Jährige. Dadurch seien die Pflanzen oben nicht zu nass, so dass sie schimmeln würden, und bilden zudem mehr Wurzeln aus, um das Wasser von unten aufzusaugen.

Vinken sieht eine Notwendigkeit, sich auf die klimatischen Veränderungen in der Zukunft einzustellen und anzupassen. „Es gibt hier einen leichten Sandboden. Darauf muss man Pflanzen anbauen, die mit diesen Bedingungen klarkommen“, betont der 56-Jährige. Es gebe sehr viele Pflanzen, die zwar wenig spektakulär aussehen, aber dafür zum Boden passen und darauf gut wachsen würden.

Verschiedene Pflanzen

800 verschiedene Pflanzen findet man auf dem Gelände der Gärtnerei. „Diese kann man in vier bis fünf Gruppen zusammenfassen, die unterschiedlich viel Wasser benötigen. Deshalb würde ein automatisches Bewässerungssystem nicht funktionieren“, erläutert Vinken. Das Wässern erfolge dementsprechend in Handarbeit – mit Gießkannen und Rasensprengern.

Einen Einblick in die Kräutergärtnerei konnten nun auch 15 Kinder im Rahmen des Dötlinger Ferienpasses gewinnen. Sie lernten, welche Kräuter, Gemüsepflanzen und Wildstauden es auf dem Gelände in Nuttel gibt. „Durch diese Pflanzen gibt es hier auch viele Insekten und Vögel“, erklärte Vinken.

Der 56-Jährige erklärte den Kindern bei einem Rundgang, welche Funktion und Nutzen die Gewächshäuser haben und zeigte ihnen danach die Stellfläche. Dorthin kommen die Pflanzen nach ihrer Anzucht im Gewächshaus. Auch der Spaß kam nicht zu kurz: In Gemüsekisten konnten die Kinder auf einem Rollband hin und herfahren.

„Die Kinder sollen einen Einblick in die pflanzliche Vielfalt bekommen. Sie sollen sich trauen, etwas Neues zu probieren“, erklärt Vinken. Schließlich könne man auch Fertigprodukte mit frischen Kräutern verfeinern. Die Kinder sollten zudem lernen, was man nicht essen kann und wie man ungenießbare Pflanzen von essbaren unterscheidet.

Das Erfahren mit allen Sinnen stand bei der Ferienpassaktion im Fokus: Die Kinder pflückten und probierten Tomaten, wilde Mirabellen und aromatische Kräuter. Auch an Blumenerde konnte sie riechen und fühlen, um die verschiedenen Bestandteile wie Kokosfasern, Kompost und Muttererde zu entdecken.

Frischer Kräutertee

Im Anschluss sammelten die Kinder frische Zutaten für einen Kräutertee. Vinken erklärte ihnen dabei, wie man die unterschiedlichen Pflanzen erkennt und unterscheidet. Im Anschluss saßen alle zusammen und gossen einen Tee aus Salbei, grüner Minze, Zitronenmelisse, Apfelminze oder Pfefferminze auf.

„Für einen intensiven Geschmack könnt ihr die Blätter zerreißen und lange ziehen lassen“, gab Vinken den Kindern Tipps. „Das ist ja lecker“, sagte Kian. Auch die anderen Kinder waren begeistert und positiv überrascht von ihrem selbst gemachten Kräutertee.

Neele Körner Volontärin, 2. Ausbildungsjahr / NWZ-Redaktion
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