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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Bildung

Bildung: „Oberschule ist optimal für Hude“

29.10.2010

HUDE Das kommt einem irgendwie bekannt vor: Die von der CDU/FDP-Landesregierung geplante Einführung der Oberschule klingt sehr nach Kooperativer Gesamtschule (KGS) – und damit genau nach jener Schulform, für die sich der Huder Gemeinderat Anfang 2009 sowie Elternrat und Schulvorstand der Peter-Ustinov-Schule bereits 2008 ausgesprochen hatten. Letztlich war eine KGS Hude jedoch nach der Elternbefragung des Landkreises nicht zum Zuge gekommen.

Nun winkt unverhofft eine zweite Gelegenheit: In der vom Land Niedersachsen jetzt geplanten neuen Schulstruktur sieht CDU-Gemeindeverbandschef und Schulausschuss-Vorsitzender Carsten Möhlenbrock „große Chancen“ für Hude. Nach den Planungen des Landes können Haupt- und Realschulen zu Oberschulen zusammengefasst werden – bei Bedarf mit einem gymnasialen Zweig. „In dieser Form ist die Oberschule optimal für Hude. Dann könnten wir zumindest bis zur 10. Klasse alle Schulformen in Hude anbieten“, so Möhlenbrock, der darin eine Steigerung der Attraktivität Hudes sieht.

Für Bürgermeister Axel Jahnz hat die Idee der Oberschule durchaus Charme. Nachdem man sich mit Ganderkesee nicht auf einen gemeinsamen Gesamtschulstandort einigen konnte, könnte dies eine Alternative sein, so Jahnz. Er werde jedenfalls „nichts unterlassen, um den Schulstandort Hude zu stärken.“ Ob der Schultyp zur Peter-Ustinov-Schule passe, müsse jetzt genau geprüft und im Schulausschuss diskutiert werden. Jahnz kündigte Gespräche mit Rektor Nico Rettcher und dem Elternrat an.

Rettcher steht dem Thema aufgeschlossen gegenüber. Er begrüßt, dass die Entscheidung allein dem Schulträger überlassen bleibt. Auch Rettcher sieht den Gymnasialzweig als interessante Option an. „Das Modell klingt zunächst einmal gut. Ob es das auch tatsächlich ist, hängt von den Bedingungen ab.“ Derzeit wird die Lehrerstundenzuweisung nach Haupt- und Realschule getrennt berechnet. Der Rektor befürchtet, dass Hude durch die Oberschule mehr als 100 Lehrerstunden verloren gehen könnten.

Rettcher verweist darauf, dass es in Hude zwei „funktionierende Schulformen“ gebe: Die Realschule sowieso, und auch die Hauptschule werde im 6. Jahrgang im nächsten Schuljahr wahrscheinlich sogar wieder zweizügig sein.

Bei Heike Ritzrau (Elterninitiative „Gesamtschule für Hude“) löst die Oberschule keine „Jubelstürme“ aus. „Auf dem Papier sieht das Modell nett aus, es kommt aber darauf an, wie es mit Inhalten gefüllt wird.“

Stephan Onnen Redakteur / Redaktion Oldenburg
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