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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Bildung

„Oft fehlen Grundwerkzeuge fürs erfolgreiche Lernen“

08.10.2010

WüSTING Mit der ungewohnten – meist linken – Hand schreiben, ein Lasso schwingen und die Arme in verschiedene Richtungen Kreisen lassen, keine leichten Aufgaben für die Eltern, die zum Elterncafé in die Grundschule Wüsting gekommen waren. Lerntrainerin Ingrid Schoof verdeutlichte ihnen so anschaulich das Lernkonzept „Klipp und Klar“.

Die Organisatorinnen Tanja Martens und Anja von Seggern freuten sich, dass gut 20 Mütter und Väter zu dem Vortrag in die Pausenhalle der Grundschule gekommen waren. Darunter auch zahlreiche Eltern von Kindergartenkindern, die sich besonders für die Schuleignungsprüfung interessierten, die Schoof gemeinsam mit einer pädagogischen Fachkraft der Grundschule im Kindergarten Wüsting mit den Vorschulkindern macht. „Es geht darum, in einer spielerischen Situation zu testen, ob die Kinder über die Grundfähigkeiten des Lernens verfügen“, so Schoof. Um diese „Werkzeuge“ ging es ihr in ihrem Vortrag.

„Den Kindern fehlen teilweise Grundbewegungen“, verdeutlichte die Lerntrainerin. Denn: „Vor der Feinmotorik kommt die Grobmotorik.“ Das heißt, wenn Kinder Bewegungen, wie zum Beispiel mit den Armen in verschiedenen Richtungen zu kreisen, nicht gelernt haben, werden sie Schwierigkeiten haben, diese Bewegungen feinmotorisch, zum Beispiel beim Schreiben, einzusetzen. „Aus ersten Fehlschlägen entsteht bei den Kindern schnell das Gefühl, sie seien dumm“, berichtet sie aus ihrer Erfahrung. Daher sei es wichtig, sie mit diesen Werkzeugen auszustatten.

„Zum Teil ist es durch den gesellschaftlichen Wandel bedingt, dass den Kindern das Lernen schwerer fällt“, erläuterte Schoof. Ob Wollknäuelwickeln oder Abtrocknen, all diese Tätigkeiten hätten früher die Feinmotorik gestärkt. Auch Bewegungsmangel führe zu Lernschwächen. Denn für geistige Arbeit brauche es Energie, und dazu benötigen Kinder auch viel Bewegung.

Die Eignungsprüfung im Kindergarten werde schon im November gemacht, damit genügend Zeit bleibe, um nach den Tests in den Bereichen, in denen die Kinder ihre Werkzeuge noch nicht ausreichend entwickelt haben, Reize zu setzen, erläuterte Schoof. Auf Nachfrage betonte sie aber, dass das Lernkonzept „Klipp und Klar“ nicht auf Vorschulkinder begrenzt sei. Auch an der Grundschule Wüsting ist sie damit aktiv. Darüber hinaus kann es auch bei jungen Erwachsenen, natürlich mit anderen Ansätzen, eingesetzt werden.

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