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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Bildung

Bildung: Pizza auf der Praktikumskarte

29.09.2016

Ahlhorn Schlussspurt in der Küche der Graf-von-Zeppelin-Schule Ahlhorn: Die acht Pizzableche sind im Backofen, es wird aufgeräumt, die Stimmung ist etwas aufgeregt vor dem anstehenden Verkauf an die Mitschüler. Dass hier eine besondere Gruppe am Pizzawerk war, zeigen die Menükarten. Auf deutsch, arabisch, rumänisch und vietnamesisch ist zu lesen, mit welchen Köstlichkeiten die Pizzen belegt sind. Unter der Regie von Christoph Leck (Juniorchef Altes Posthaus) und Lehrerin Lisa Aißen haben junge Menschen, die noch kein Jahr in Deutschland leben, ihr Praktikum auf besondere Art und Weise gemacht.

„Die Graf-von-Zeppelin- Oberschule Ahlhorn hatte sich einer besonderen Herausforderung zu stellen“, formuliert Schulsozialpädagogin Barbara Efthimiadis-Christidis die Ausgangslage. Da 2015/16 sehr viele Schüler ohne jede Deutschkenntnisse gekommen waren, wurde für den neunten Jahrgang des Hauptschulzweigs ein besonderes Konzept für die Praktikumsphase entwickelt. Denn diese Schüler, „Sprachlerner“ genannt, bereits allein in Betriebe zu schicken, funktioniert nicht – weder für die Schüler noch die Firmen.

Für diese Jugendlichen suchte die Schule um den neuen Leiter Dirk Richter eine andere Perspektive – und fand sie. „Es ist uns gelungen, mit Vertretern der heimischen Wirtschaft und besonders geschulten Personen berufspraktische Module in der Schule, ihrem geschützten Raum, durchzuführen“, so die Pädagogin.

Ein Beispiel dafür ist die Gruppe um Christoph Leck. Der 19-Jährige begleitete im Sommer seine Schwester zu deren Entlassungsfeier in der Oberschule. Efthimiadis-Christidis sprach ihn an, ob er sich eine Kooperation mit der Schule vorstellen könne, um die Berufsorientierung zu unterstützen. Er war gleich von der Idee angetan, ebenso wie sein Vater Joachim.

So kehrte Leck junior als ausgebildeter Koch in seine alte Schule zurück, ein „komisch-amüsantes Gefühl“, wie er gestand. Mit acht Mädchen und Jungen widmete er sich an mehreren Tagen intensiv der Küchenarbeit. So wurde Reiseproviant für eine 35-köpfige Schulgruppe zusammengestellt. Den mit Spannung erwarteten Schlusspunkt bildeten das große Pizzabacken und natürlich der Verkauf, bei dem die Stücke heiß begehrt waren.

„Sehr gut“, gefiel die Küchenarbeit dem 17-jährigen Hishem, vor neun Monaten aus dem Irak gekommen. „Ist okay“, sagte ein anderer über die Arbeit als Koch. „Besonders das Schneiden von Tomaten war begehrt“, beobachtete Leck, „das Spülen eher weniger, besonders bei den Jungen“.

Für die Sprachlerner gab es neben der praktischen Arbeit einen fachtheoretischen Unterrichtstag sowie Exkursionen an außerschulischen Lernorten, so zur Job4you-Messe nach Oldenburg in die Weser-Ems-Halle und zur örtlichen Bank in Ahlhorn, wo es um die Grundlagen des Girokontos ging.

Ulrich Suttka Kanalmanagement / Redakteur
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