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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Bildung

Plankton und Muscheln auf dem Lehrplan

05.06.2013

Sandkrug Das Wattenmeer erforschen direkt auf dem eigenen Schulhof, das konnten Jungen und Mädchen der Waldschule Sandkrug am Dienstagmorgen.

Mit dem Discovery-Truck der Universität Groningen war ein Team von der Uni Oldenburg nach Sandkrug gekommen – mit Meerwasser und viel Technik im Gepäck. An Mikroskopen konnten die Kinder dem Geheimnis von Plankton auf die Spur kommen oder bei einem Versuch herausfinden, ob Miesmuscheln wirklich als Kläranlage der Meere wirken.

Mit dem Besuch wollen die Wissenschaftler nicht nur Kinder für das sensible Ökosystem Wattenmeer sensibilisieren, gleichzeitig können junge Nachwuchslehrer praktische Erfahrungen mit Schülern sammeln und mit dem Truck ihre Unterrichtskonzepte testen. Die funktionieren sichtlich gut. „Richtig cool“ findet Chiara (13), gekleidet in einen weißen Laborkittel, das Mikroskopieren von winzig kleinen Teilen im Meerwasser. „Viel besser“, sei das auf jeden Fall als Unterricht aus dem Buch.“ Das sehen auch ihre elfjährigen Mitschüler Nico und Svea so: „Hier kann man selbst etwas machen und nicht nur ein Bild sehen“, findet Svea.

Diese Reaktion dürfte Dr. Holger Winkler vom Institut für Chemie und Biologie der Meere (ICBM), Prof. Dr. Corinna Hößle, Leiterin der Didaktik der Biologie an der Universität Oldenburg, und ihre Kollegin Anja Wübben freuen. Seit einigen Jahren organisieren das ICBM und die Biologie-Didaktik das Projekt gemeinsam mit Unterstützung durch die Universität Groningen, die den mit viel Technik vollgestopften Lastwagen beisteuert.

Vier Lehramtsstudenten haben sich am Dienstagnachmittag um die Schüler gekümmert und ihnen erklärt, welche Lebewesen sie gerade unter dem Mikroskop entdeckt haben. Sie beobachteten mit ihnen, wie eine Miesmuschel ein Glas voll mit einer trüben Brühe in kurzer Zeit in glasklares Wasser gefiltert hat, ein Spiel mit viel Bewegung zwischendurch lockerte die Situation auf und brachte nach der langen Konzentrationsphase eine kurze Ablenkung.

Während die Lehramtsstudenten aus ihrem Einsatz einen unmittelbaren Nutzen ziehen, zeigt sich der Erfolg des Projekts für das ICBM eher auf lange Sicht. „Uns geht es zum einen um Öffentlichkeitsarbeit“, sagt Holger Winkler. „Außerdem sollen die Schüler die Schutzwürdigkeit des Wattenmeers erkennen und merken, wie gravierend sich kleine Veränderungen auswirken können.“


NWZ TV    zeigt einen Beitrag unter   www.nwz.tv/oldenburg-land 
Christian Quapp
Redakteur
Redaktion Bad Zwischenahn
Tel:
04403 9988 2630

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