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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Bildung

Rapper-Idol kommt als Brückenbauer

25.02.2010

GANDERKESEE Wenn Kerstin van Dyken ein Konzert besucht, kann das Folgen für die Haupt- und Realschule Ganderkesee haben. 2008 lotste die Lehrerin nach einem Konzertbesuch den Liedermacher Konstantin Wecker zum Diskutieren mit ihren Schülern an den Steinacker. Anfang Dezember 2009 war sie in Oldenburg bei einem Auftritt von Samy Deluxe – und sprach anschließend mit der Rapper-Ikone. Folge: Vom 15. bis 18. März findet an der Haupt- und Realschule ein Projekt von zwei 8. Klassen statt – mit Samy Deluxe.

„Der hat viel zu erzählen“, ist van Dyken überzeugt. Deluxe, eigentlich Samy Sorge, sei in der Kindheit in Hamburg in eine Außenseiterrolle gedrängt gewesen – als Sohn eines sudanesischen Vaters und einer deutschen Mutter, später als Scheidungskind. Die Rap-Musik sei da Ventil gewesen, auch Hilfe, aus dieser Rolle herauszukommen. Deluxe avancierte zu einem der erfolgreichsten Hip-Hop-Solokünstler Deutschlands.

Das „Gastspiel“ in Ganderkesee wurde vermittelt durch einen Verein, den Deluxe selbst mit initiiert hatte: „Crossover“ will in Zeiten großer Integrationsprobleme Brücken zwischen Jugendlichen bauen und Schüler verschiedener Schulformen zusammenbringen.

In Ganderkesee, so kündigte Kerstin van Dyken an, werde der Verein ein Projekt mit der 8b der Realschule und der 8e der Hauptschule organisieren.

Zwischendurch Basketball

Der Ablauf: Am Montag, 15., und Dienstag, 16. März, finden mit Hinnerk Smolka und Mac Davis Duah (beide vom Crossover-Team) Workshops zur Förderung der sozialen Kompetenz statt. Zur Auflockerung gibt’s Basketball-Einheiten. Am 17. März übernimmt Samy Deluxe den Stab. Er will mit den Achtklässlern an zwei Tagen ein Musikstück entwickeln.

Bei der Finanzierung des Projektes (es kostet 2600 Euro) kann die Schule auf die Unterstützung durch die LzO als Sponsor bauen. Auch der Schulförderverein hilft.

Was das Echo bei den Achtklässlern angeht, so merkte Luisa-Marie Heck (8b) an, dass einige auch gegen das Gastspiel des Promis gewesen seien. Manche „können ihn nicht ab“. Sie selbst schätze die Texte, „aber er nuschelt ein bisschen“.

In seinen Texten greife Deluxe Ungerechtigkeiten auf, teils gehe es auch um Drogen, wusste Steven Klintworth (8e). Es sei schon interessant, den Rapper mal persönlich kennen zu lernen, ergänzte Steffen Beyer (8b).

Vielleicht Grönemeyer

Kerstin van Dyken ist bereits am Überlegen, wessen Konzert sie noch besuchen könnte – mit Folgen für die Schule, versteht sich. „Vielleicht Herbert Grönemeyer. Das wäre der große Wurf.“

Karsten Kolloge Harpstedt / Redaktion Wildeshausen
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