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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Bildung

Jubiläum: Rückendeckung für Hunteschule

23.10.2014

Wildeshausen Ein klares Bekenntnis für die Hunteschule in Wildeshausen haben am Mittwoch die Festredner zum 50-jährigen Bestehen der Förderschule gegeben. Sowohl der künftige Landrat Carsten Harings als auch der stellvertretende Bürgermeister Wolfgang Däubler sowie die ehemalige Rektorin Annemarie Siemer stärkten der Schule den Rücken.

„Die Hunteschule leistet seit 50 Jahren hervorragende Arbeit und braucht sich nicht zu verstecken“, sagte Harings. Wenn die Schüler auf ein selbstständiges Leben vorbereitet werden, sei das gelebte Inklusion. Er sprach sich dafür aus, dass die Eltern das Wahlrecht behalten sollten, ob ihre Kinder eine Förderschule oder Regelschule besuchen. Wie berichtet, will das Land die Förderschulen auflösen und die Schüler im Zuge der Inklusion (Teilhabe) in die Regelschulen integrieren.

Diese sonderpädagogische Förderung, wie sie die Hunteschule leistet, kann nach Ansicht Däublers von einer allgemeinbildenden Schule derzeit nicht annähernd geleistet werden. Die Förderschule mit dem Schwerpunkt Lernen sei dagegen sehr wohl in der Lage, Kinder und Jugendliche mit anderen Lern- und Verhaltensweisen so stark zu machen, dass sie später in eine Regelschule oder Ausbildung entlassen werden können. Däubler: „Starke Kinder halten sich für wertvoll, fühlen sich angenommen, finden bei Konflikten eine Lösung, bewahren ihre Neugier und sind kreativ.“

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Eingebettet war die Jubiläumsfeier in einer Zeitreise. Zwei Schüler nannten aus jedem Jahrzehnt bedeutende Ereignisse, Filme und Musiktitel. Die Discozeit der 70er Jahre boten Schülerinnen und Schüler mit einer Tanzeinlage dar. Die Probleme des Regionalen Inklusions-Konzeptes (RIK) stellten Schulleiter Thomas Trüper, Konrektorin Martina Zahl und die Leiterin der Sankt-Peter-Grundschule, Brigitte Schmidt, dar. Dabei wurde deutlich, dass es zu wenig Förderlehrer gibt, die die Kinder individuell betreuen und begutachten. „Die Schüler tun mir leid, es ist fahrlässig, wie mit diesen Schülern umgegangen wird“, brachte es Zahl auf den Punkt.

Im Übrigen betreibe die Förderschule Inklusion in Reinkultur, so die Konrektorin. „Wir tun schon seit 50 Jahren, was die Politik jetzt von uns verlangt.“ Auch Schulleiter Trüper hielt sich nicht zurück. „Die Art und Weise der Unterstützung der Förderschulen ist auch ein Zeichen, wie unsere Gesellschaft mit Menschen umgeht, die ein Handicap haben.“

Trüpers ehemalige Chefin, Annemarie Siemer (34 Jahre Lehrerin an der Hunteschule und Rektorin von 1985 bis 1999), hatte zuvor an die Entwicklung der 1964 gegründeten Sonderschule erinnert. Untergebracht war sie zunächst in der ehemaligen Landwirtschaftsschule. Im ersten Jahr hatte die Sonderschule 17 Schüler, ein Jahr später 40. Heute werden an der Hunteschule – den Namen erhielt die Einrichtung in den 70er Jahren – circa 70 Jungen und Mädchen von 17 Lehrern unterrichtet.

Im Zuge der Gebietsreform in den 70er Jahren und der Ansiedlung der Berufsbildenden Schulen in Wildeshausen gab es laut Siemer die Überlegungen, die Hunteschule nach Harpstedt zu verlagern und mit der dortigen Delme-Sonderschule zu fusionieren.

Das konnte aus Wildeshauser Sicht abgewendet werden. 1981/1982 zog die Hunteschule mit 96 Schülern in das Gebäude der Orientierungsstufe an der Sankt-Peter-Straße um. Durch den Neubau der Wallschule erhielt die Hunteschule 2004 ein eigenes Gebäude an der Heemstraße.

Christoph Koopmeiners Wildeshausen/Dötlingen / Redaktion Wildeshausen
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