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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Bildung

Aktionstag Klimawandel In Sage: Mit Kleinigkeiten viel bewegen

29.01.2020

Sage Was Klimawandel ist und wie sie etwas dagegen tun können, haben jetzt die Dritt- und Viertklässler der Peter-Lehmann-Schule in Sage erfahren. Im Rahmen eines Aktionstages besuchte Umweltpädagogin Maria Sieve von der Deutschen Umwelt-Aktion die Grundschule, um mit den Schülerinnen und Schülern über klimagerechte Ernährung und ihren CO2-Fußabdruck zu sprechen. Im Rahmen der Umweltbildung der Non-Profit-Organisation „atmosfair“ hatte sich die Schule für das Projekt beworben.

Spielerisch lernen

„Wir wollen den Kindern bewusst machen, inwieweit ihre Ernährung Einfluss auf den Klimawandel und die Erderwärmung hat“, erklärte Sieve. In einer Doppelstunde wurde das zum Schwerpunkt in der dritten Klasse. Die Kinder lernten, wie viel CO2 ihr Essen verursacht. Zunächst erklärte Sieve, worauf sie dabei achten müssen. Zum Beispiel die Herkunft der Zutaten, Transportwege und wie viel Strom und Wasser bei der Herstellung von Lebensmitteln verbraucht werden. Die Menge an CO2, die zum Beispiel Spaghetti mit Tomatensoße verursachen, veranschaulichte sie anschließend mithilfe von Bauklötzen. Je mehr davon die Kinder auf die „Klimawaage“ legen mussten, desto schädlicher ist das Gericht für das Klima.

So fanden Lea, Lukas, Justus und Tyler gemeinsam heraus, dass ein Hamburger mit Pommes zum Abendessen viel mehr CO2 verursacht als zum Beispiel Frikadellen oder Fischstäbchen mit Kartoffelpüree. Warum das so ist? Auch, wie viele Zutaten verwendet werden, spielt eine Rolle, betonte Sieve.

Die Pädagogin versuchte außerdem zu verdeutlichen, wie wichtig die Herkunft der Lebensmittel für ihre CO2-Bilanz ist. In ihren Beispielen kamen die Kartoffeln und das Fleisch für die Frikadellen aus der Region, die Zutaten für den Hamburger dagegen hatten lange Transportwege hinter sich. „Ich fand es toll zu erfahren, was von meinem Essen gut und was schlecht für das Klima ist“, meinte der achtjährige Lukas nach der Stunde.

Gemeinsam mit Sieve berechneten die Schülerinnen und Schüler der vierten Klasse anschließend ihren eigenen CO2-Fußabdruck. Sie beantworteten Fragen dazu, an wie vielen Tagen in der Woche sie mit dem Auto, Bus oder Fahrrad in die Schule oder in den Sportverein fahren.

Auch, wie oft sie Fleisch, Milchprodukte oder Lebensmittel mit langem Transportweg wie zum Beispiel Nüsse essen, hielten sie fest. Anschließend wurden auf einem Arbeitsblatt kleine Punkte innerhalb eines Fußabdrucks ausgefüllt. Je mehr bunte Punkte, desto größer der individuelle Abdruck.

Einige Aspekte fielen dabei stärker ins Gewicht: Jeder Tag, an dem die Kinder mit dem Auto gebracht wurden, zählte vier Punkte, ein Tag Bus fahren nur zwei und radfahren oder laufen gar keine Punkte. Zum Vergleich hatte Sieve eine Schablone dabei. Diese zeigte den Jungen und Mädchen, wie groß der Fußabdruck eines Deutschen durchschnittlich ist und wie groß ihr eigener Abdruck sein sollte, um das Klima so wenig wie möglich zu belasten.

Verantwortung tragen

Mit den Schülerinnen und Schülern sammelte Sieve auch Vorschläge, wie sie CO2 einsparen können. Die setzten direkt das um, was sie zuvor gelernt hatten. Öfter mal mit dem Fahrrad zur Schule zu fahren, war einer von vielen Vorschlägen. Oder einen Apfel statt einer Kiwi essen: „Der hat bloß einen Klotz“, weiß der neunjährige Tyler.

„Es muss auch Aufgabe der Schulen sein, die Kinder an dieses Thema heranzuführen“, betonte die Lehrerin Jutta Sander. Wenn es nach ihr ginge, würde das Projekt von atmosfair und der Deutschen Umwelt-Aktion auch im nächsten Jahr an der Peter-Lehmann-Schule in Sage stattfinden.

Jana Wollenberg Volontärin, 1. Ausbildungsjahr / NWZ-Redaktion
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