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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Bildung

Frieden, Freiheit, Gerechtigkeit

20.07.2018

Sage Das Leben von Dirk von der Heide (50) ist von der Pfadfinderbewegung geprägt. Seit Kindertagen gehört er dazu, seit 15 Jahren leitet der Pädagoge ehrenamtlich die Pfadfinderbildungsstätte Sager Schweiz in Sage und ist seit 23 Jahren hauptamtlicher Jugendbildungsreferent im Verband Christlicher Pfadfinder im Bezirk Oldenburg. „Pfadfinder zu sein ist eine Lebenseinstellung“, sagt von der Heide hinsichtlich des Auftrags: „Jeden Tag eine gute Tat.“

Große Friedensbewegung

Dass die Pfadfinder als weltgrößte Jugendbewegung am vergangenen Samstag in Münster mit dem Internationalen Preis des Westfälischen Friedens ausgezeichnet wurden, sieht von der Heide als Würdigung für die gesamte ehrenamtliche Arbeit in den Gruppen und Stämmen. Er könne dem Laudator und NRW-Ministerpräsidenten Armin Laschet nur zustimmen, der die Pfadfinder als Friedensbewegung bezeichnete und sagte: „Ihr seid ein gutes Beispiel dafür, wie man unabhängig von Herkunft, Hautfarbe oder sozialer Schicht friedlich zusammenleben und sich gegenseitig respektieren kann.“

Die Pfadfinderbewegung in Deutschland zählt gut 200 000 Mitglieder. „Der VCP-Bezirk Oldenburg hat 700 Mitglieder, der Stamm Boreas Sage 50“, ergänzt von der Heide und betont: „Pfadfinder zu sein basiert auf einer weltweiten Wertegemeinschaft. Überall auf der Welt haben sich Menschen auf einen gemeinsamen Wertekonsens verständigt – über Religion, Kulturen und Ländergrenzen hinweg.“

Der Gründer der Pfadfinder, Robert Baton-Powell, habe einmal gesagt: „Versucht die Welt ein bisschen besser zu verlassen, als ihr sie vorgefunden habt.“ „So verstehe ich auch diesen Friedenspreis – sich einzusetzen für Frieden, Freiheit, Gerechtigkeit. Das ist der Auftrag an alle Pfadfinder“, erklärt von der Heide.

Mehr Förderung

Er hofft, dass der Preis auch etwas bewegt. „Ich wünsche mir, dass durch die Öffentlichkeit Kenntnis und Akzeptanz der Pfadfinderei größer werden und die Kürzungen sowie Streichungen in der Jugendarbeit aufhören. Im Gegenteil: Die Förderung sollte aufgestockt werden; denn jeder Euro, der in diese ehrenamtliche Arbeit gesteckt wird, verhindert Folgekosten durch hauptamtliche Sozialarbeiter.“

Einher gehe mit dem Friedenspreis aber selbstverständlich auch die Hoffnung auf mehr Frieden. „Der Frieden ist nicht nur die Abwesenheit von Krieg“, so von der Heide. „Er ist auch ein friedliches Miteinander im Einklang mit der Natur und der Menschen untereinander. Dazu können alle beitragen. Dazu braucht es nicht nur die wenigen Führungskräfte in der Welt.“ Einmal in Jahr reichen die Pfadfinder in Europa das Friedenslicht weiter. Auch im Oldenburger Land verteilen sie dieses wichtige Symbol.
 Die Pfadfinderbildungsstätte Sager Schweiz registrierte im Vorjahr 7000 Übernachtungen, so von der Heide: 75 Prozent Pfadfinder, 25 Prozent christliche Gruppen und Schulklassen.

Christoph Koopmeiners
Wildeshausen/Dötlingen
Redaktion Wildeshausen
Tel:
04431 9988 2705

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