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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Bildung

100 Lehrer besuchen 1. Barcamp der Waldschule

08.05.2018

Sandkrug Die spannendsten und aufschlussreichsten Teile einer Fortbildung sind nicht selten die Gespräche zwischen den offiziellen Programmpunkten. Diese Erfahrung dürfte schon manch einer im Berufsleben gemacht haben. Die Waldschule hat am Montag versucht, daraus die richtigen Konsequenzen zu ziehen. Hattens weiterführende Schule an der Schultredde begrüßte etwa 100 Pädagogen zum 1. Barcamp. Klingt nach Bier und Feiern – beides gab es aber erst am frühen Abend nach getaner Arbeit. „Wie ein langes, spannendes Zwischengespräch“ sollte das neue Format sein, hatte sich Schulleiterin Silke Müller bei der Begrüßung im Innenhof der Schule gewünscht.

Barcamps sind offene Tagungen mit offenen Workshops. Das Besondere an dem Konzept: Alle Teilnehmer, egal ob Schulleiter oder einfacher Lehrer, berufserfahren oder noch relativ neu im Job, agierten auf Augenhöhe. Helfen sollten dabei zwei Regeln. Jeder redete den anderen nur mit dem Vornamen und einem „Du“ an. Keine Hierarchie, keine Angst vor unfertigen Ideen und viel Mut zur Mitarbeit waren bei dem von den Medienberatern der Waldschule, Eyk Franz und Andreas Hofmann, organisierten Brainstorming gefordert. Es gab keine Fachreferate, dafür einen umfassenden Erfahrungsaustausch und die Chance, sich unter Kollegen zu vernetzen.

Das Teilnehmerfeld war genauso breitgefächert wie die einzelnen Themen der Sessionen. Die Lehrer kamen aus allen Schulformen und vier Bundesländern: u.a. Aurich, Bad Schwartau, Bohmte, Kaltenbergen, Leer, Magdeburg, Oldenburg, Osterholz-Scharmbeck, Papenburg, Saarbrücken und Wiefelstede. Aus Anlass des 1. Barcamps der Waldschule ist extra ein Twitter-Account ins Leben gerufen worden (wshcamp18), der fortgeführt wird. „Eine bessere Fortbildungsmaßnahme als Twitter gibt es nicht“, zeigte sich Andreas Hofmann überzeugt.

Die Themen der ca. sechsstündigen Veranstaltung reichten von „Digitalisierung – warum machen wir das eigentlich?“, „Digitalen Arbeitsmappen“ und „Analoge und digitale Prüfungsordnung“ bis zu „Englisch lernen per E-Book“, „Administrieren der Tablets“ und „Wie QR-Codes und Augmented Reality im Unterricht nutzen?“. Auch die Fragen der Rolle, die Schulleitungen beim Digitalen Lernen spielen und ob eine Verbindlichkeit für Kollegien in Zukunft nötig sein dürfte, wurden diskutiert.

Nach 17 Uhr und dem Ende des offiziellen Teils gab es dann auch für den, der wollte, ein kühles Bier. Zeit für ein Fazit. Silke Müller: „Viele neue kleine Netzwerke sind entstanden. Wir werden das auf jeden Fall wiederholen.“

Werner Fademrecht
Hatten
Redaktion Wardenburg
Tel:
04407 9988 2731