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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Bildung

Digitalisierung In Sandkrug: Waldschule: Schulleiterin rät zu kritischem Umgang mit IT

07.02.2020

Sandkrug Seit 2009 werden an der Waldschule Hatten bereits Tablets im Unterricht genutzt. An den Erfahrungen, die Hattens einzige weiterführende Schule seitdem gemacht hat, sind viele Schulen und Gemeinden interessiert. Jetzt war der 2019 gegründete Digitalrat aus Leer zu Gast – und er hörte nicht nur Schöngefärbtes, sondern von Erfahrungen aus der Praxis.

Schulleiterin Silke Müller verschwieg in ihrem Vortrag nicht die Schwierigkeiten und Probleme, die die neue Technik immer noch im Alltag der 823 Schüler, 84 Lehrer und schulischer Mitarbeiter mit sich bringt. „Das größte Problem sind die sozialen Medien“, sagt die Rektorin. Es komme zu Fällen von Mobbing und anderen Formen der Belästigung. Haltung, Werte und Normen den Schülern zu vermitteln, sei die „drängendste Stelle“.

Darüber hinaus hat die Schule in der Analyse der Lernerfolge erkannt, dass die Schüler „tolle Videos und super Präsentationen“ machen können, es aber gleichzeitig an Fähigkeiten hapert wie Ordnung zu halten, Lebensläufe oder Anschreiben zu formulieren. Angedacht sind deshalb Projekttage für alle 9. und 10. Klassen, die diese Inhalte vertiefen, so Müller.

Die Waldschule gehört zu den bundesweiten Vorreitern der Digitalisierung, das hat sie seit 2018 schriftlich vom Land Niedersachsen. Es reiche dazu allerdings nicht, nur die notwendige Technik – z. B. WLAN und schnelle Internetzugänge – in die Schule zu holen, so die Schulleiterin. Lehrer und Schüler müssten lernen, mit der Technik umgehen zu können und diese auch kritisch zu hinterfragen.

Eigene Kompetenzen

Neben der Vermittlung einer digitalen Ethik gehe es um den Aufbau von eigenen IT-Kompetenzen. „Elementar ist deshalb eine entsprechende Lehrerfortbildung.“ Externe Dienstleister, die immer mal wieder auftauchende Probleme lösen, hält Silke Müller nur für die zweitbeste Lösung. Schneller erreichbar und bessere Problemlöser seien digitale Schulassistenten, weil sie enger in die Alltagsstrukturen eingebunden seien, so ihr Rat an die Zuhörer. Sie stellte das in Hatten von Beginn an verfolgte Konzept elternfinanzierter Endgeräte vor, das durch vom Schulträger angeschaffte Leihgeräte-Pool (derzeit 15 Prozent) ergänzt wird. Der „Bring your own device“-Ansatz sei aber nur bei schulischer Administration der Geräte möglich, warnte die Rektorin ihre Zuhörer.

Welches Interesse von Leeraner Seite an dem Austausch besteht, zeigte die Tatsache, dass Landrat Matthias Groote (SPD) daran teilnahm. Wie Hattens Bürgermeister Christian Pundt und Schuldezernent Karl-Heinz Book betonte er, dass Netzwerkarbeit auf dem Gebiet der Digitalisierung in Schule und Verwaltung von großer Bedeutung sei. Karin Scheffermann, als Dezernentin in Leer u. a. für Schulen und Digitalisierung zuständig, betonte im Gespräch mit dieser Zeitung, es sei wichtig, dass junge Menschen nicht erst in der Ausbildung, sondern schon in den Schulen digitale Kompetenzen erwerben.

Der Kontakt zur Waldschule war im August 2019 bei der Freisprechungsveranstaltung der dortigen IT-Branche entstanden. Die Waldschul-Rektorin war dort als Rednerin aufgetreten. Vorbereitet wurde der Austausch in der Waldschule von den Lehrern Christina Wewer, Christina Wieder, Aljona Walter, Marco Jürgens und René Winkelmann.

Digitalrat seit 2019

Der „Digitalrat Leer“ ist 2019 gegründet worden. Dem Gremium gehören neben der Kreisverwaltung, Amt für Digitalisierung und Wirtschaft, neun Experten aus den Bereichen Wissenschaft, Bildung, Forschung und Wirtschaft an. Ziel des Digitalrats ist es nach eigenen Angaben, die Digitalisierung der Wirtschaft im Landkreis Leer weiter voranzubringen und zu fördern.

Werner Fademrecht Hatten / Redaktion Wardenburg
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