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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Bildung

Hier dreht sich’s um die Zukunft

05.12.2017

Sandkrug Insektensterben, Hungerkatastrophen, Handelsbeziehungen zu Lasten der Menschen und Natur in der Dritten Welt: Lassen sich solch komplexe Themen schon mit Elf- bis 16-Jährigen erarbeiten? Die Antwort lautet Ja. Diese Erfahrung hat die „Werkstatt Zukunft“, eine Oldenburger Initiative, jetzt im Zusammenspiel mit der Waldschule Hatten in Sandkrug gemacht.

Es ist eine Premiere. Normalerweise gehören Oberstufenschüler und Studierende zur Zielgruppe der Initiative. Eine Oberschule mit ihren deutlichen jüngeren Schülern in ein Medienprojekt zu integrieren, war deshalb ein gewisses Risiko, hat aber funktioniert. „Die Schüler haben sich beeindruckend vielfältig den Themen genähert“, sagt Elke Szepanski vom Redaktionsteam der Werkstatt. Vom Gedicht über die Bedeutung der Bienen, einem Theaterspiel unter dem Motto „Fleisch versus Vegetarismus“, Umfragen, bis zu Anpflanzungen im Schulgarten war alles dabei.

Vegane Waffeln

Nur ein kreatives Beispiel von vielen: Felin Poppe hat nicht nur gemeinsam mit ihren Mitschülern Niklas Kleen, Stine Glöckner, Marie Hettwer, Sarah Behrensmeier, Celina Bischof und John-Rouven Heinrich die Präsentation der Arbeitsergebnisse moderiert. Gemeinsam mit Alina von Essen und Kaya Bleiß hat sie auch an vier Tagen vegane Waffeln gebacken. Zu zeigen, wie gut veganes Essen schmecken kann, war ein Ziel der Mädchen. Mit Erfolg: Nebenbei sind durch den Verkauf 380 Euro zusammengekommen, die jetzt als Spende an das Deutsche Rote Kreuz gehen.

Essen ist unter den Schülern ein Thema, mit dem sie sich bewusst auseinandersetzen. Das zeigt eine Umfrage, die im Zusammenhang mit den Zukunftsprojekten gestellt worden ist. Das Ergebnis: 20 Prozent der Schüler verzehren bewusst kein Fleisch, 26 Prozent einmal wöchentlich, 37 Prozent mehrmals und nur 17 Prozent täglich.

Einfache Antworten auf komplexe Fragen zu finden, das gelingt selbst Erwachsenen nicht. Und so ist es auch an der Waldschule, dass mit jedem Tag des Projektes immer mehr Fragen aufgeworfen werden. Das sei aber kein Problem, betont Hauke Behrens. „Wir wollen keinen Dogmatismus und nicht, dass am Ende Ihr-müsst- aber, als Antwort steht“, betont der didaktische Leiter der Waldschule. Viel wichtiger ist es ihm, dass die Schüler lernen, Fragen zu stellen und zu erkennen, was sie und ihre Zukunft selbst betrifft. Beim Thema Ernährung, Sicherheit und Saatgut interviewten die Oberschüler deshalb die Nachhaltigkeitsökonomin Désirée Diering und Judith Busch vom Ernährungsrat der Stadt Oldenburg.

Warum Bio?

Zu sehen sein wird das Ergebnis ihrer Arbeit erstmals am Mittwoch, 20. Dezember, 19 Uhr auf Oeins (über Kabel und im Livestream). Danach zusätzlich auf Youtube, wo ausgewählte kleinere Projekte der Waldschule bereits jetzt abrufbar sind (Obstbäume pflanzen, " title="youtu.be">; Theater-AG Veganer, Vegetarier, was ?," title="youtu.be"> ; Wir spielen WorldTradeOpoly, " title="youtu.be">).

Breites Team zwischen 16 und Mitte 60

Werkstatt Zukunft ist eine Initiative, die aus einem breiten Bündnis der Zivilgesellschaft in Oldenburg und der Region hervorgegangen ist. Die Gruppe befasst sich nach eigenen Angaben mit Zukunftsfragen zu den Themen Nachhaltigkeit, Klimawandel, Frieden, Gerechtigkeit, Eine Welt, Entwicklungszusammenarbeit, soziales Miteinander, Jugend und Kultur.

Seit Anfang 2015 organisiert die Organisation etwa monatlich eine öffentliche Veranstaltung in Zusammenarbeit mit einer Schule oder einer Kultureinrichtung wie beispielsweise dem Oldenburgischen Staatstheater. Diese wird als Fernsehsendung für die Bürgersender Oldenburg eins und Radio Weser.TV (Großraum Bremen) aufgezeichnet. Über die Website (https://werkstatt-zukunft.org) und einen YouTube-Kanal sind die Sendungen überregional jederzeit abrufbar.

Schüler und Studierende sind an Planung und Durchführung der Projekte aktiv beteiligt, um einen nachhaltigen Lerneffekt zu erreichen, heißt es. Die Altersspanne der verantwortlichen Redaktion reicht von 16 bis Mitte 60. Werkstatt Zukunft setze sich so aus einem breiten Team von ehrenamtlichen Mitarbeiter zusammen.

" title="youtu.be"/>Lässt sich Bio-Milch eigentlich herausschmecken? Diese Frage ließ sich im Vergleich zu vielen anderen leicht durch Ausprobieren beantworten – überwiegende Meinung: Nein, kann man nicht. Dennoch gebe es andere gute Gründe, sich für Bio-Lebensmittel zu entscheiden, haben die Waldschüler in sechs Projektwochen erfahren. Zum Beispiel die Gewissheit, dass Tiere bessere Lebensbedingungen bekommen.

Die Waldschule will auf dem eingeschlagenen Weg auf jeden Fall weiter machen. Für das kommende Jahr hat sich Hattens weiterführende Schule fest vorgenommen, der Initiative der Gemeinde zu folgen und auch etwas für mehr Gerechtigkeit im Welthandel tun. „Wir wollen Fairtrade-Schule werden“, kündigt Behrens an.

Werner Fademrecht Hatten / Redaktion Wardenburg
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