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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Bildung

Blockflöten als Kulturbotschafter

06.09.2017

Sandkrug Zugegeben, beim ersten Mal schmerzte es schon etwas in den Ohren. Die Kinder aus dem Flüchtlingstreff im Albert-Schweitzer-Haus machten beim Start des Blockflötenunterrichts fehlende Spielpraxis durch kräftiges Pusten weg. Das Ergebnis: So stellt sich der Laie Free-Jazz vor.

Drei Wochen später hört sich das schon viel harmonischer an. Die beiden Noten C und A sind zu hören, schön rhythmisch und sauber intoniert. Hiltrud Pelster ist sehr angetan vom Fortschritt der Gruppe beim Notenlesen: „Das klappt erstaunlich gut, meine Schüler sind sehr diszipliniert und auch das Deutschverständnis ist gut.“ Die Sandkrugerin hat Vergleichsmöglichkeiten, bietet sie doch an den Hatter Grundschulen Flöten-AGs an.

Der Blockflötenunterricht im Flüchtlingstreff ist für sie auch ein Beitrag zur Integration der Menschen – und zwar nicht nur der Kinder, sondern auch Erwachsenen, denn ein paar Mütter und Väter machen in der 20 Personen starken Gruppe aktiv mit. Gelernt wird schrittweise. Immer wenn die obere Hand mit den bislang gelernten Noten klar kommt, gibt es eine neue hinzu. Bald schon werde es für „Alle meine Entchen“ und „Der Kuckuck und der Esel“ reichen, ist Hiltrud Pelster sich sicher.

Auch das ist eine Form, die deutsche Kultur zu vermitteln und Integration zu fördern. Davon ist das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft überzeugt. Aus dem Bundesprogramm Ländliche Entwicklung (Bule) hat das ehrenamtliche Sandkruger Projekt eine ordentliche Fördersumme enthalten: 4596 Euro. „Ziel ist es, die ländlichen Regionen als Wohn-, Arbeits- und Lebensräume attraktiv zu gestalten. Ihr Vorhaben trägt dazu bei. Daher möchte ich Ihnen im Namen der Bundesregierung herzlich für Engagement danken und wünsche Ihrem Projekt einen erfolgreichen Verlauf“, hat Dr. Maria Flachsbarth an die Initiatorin des Treffs, Mahvash Gharib Docheghaei, geschrieben.

Zwei Aspekte stehen in dem von Docheghaei entwickelten Programm für Flüchtlinge im Mittelpunkt: Orte und Kultur in der neuen Heimat kennenzulernen, z.B. durch Ausflüge und musikalische Förderung. Huntewanderungen und ein Besuch der Hünengräber sind genauso geplant, wie Abstecher ins Landesmuseum für Natur und Mensch. Am kommenden Freitag, 9. September, fahren beispielsweise 60 Personen des Treffs mit dem Bus nach Rostrup und besuchen den Park der Gärten.

Unterstützung bekommt der Flüchtlingstreff auch vor Ort. Bleistifte und Buntstifte spendierten die Paperbox, VR Bank und LzO in Sandkrug, Fairkauf stellte kostenlos Mappen zum Abheften der Übungsvorlagen zur Verfügung.

Auch im Hatter Rathaus ist man sich der Bedeutung der ehrenamtlichen Arbeit bei der Integration der Menschen bewusst: „Wir freuen uns sehr, dass der Antrag der Initiative in voller Höhe bezuschusst wird“, sagt Fachbereichsleiterin Heike Kersting, die den von Inge Dunkhase eingereichten Antrag an die zuständigen Stellen weiterleitete. Der Treff in Sandkrug sei damit eine von 500 Landesinitiativen im Bereich der Integration, die entsprechend gefördert werden.

Werner Fademrecht
Hatten
Redaktion Wardenburg
Tel:
04407 9988 2731

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