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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Bildung

Auszeichnung: Leibniz-Preis für früheren Ganderkeseer

20.12.2017

Schierbrok Die Freude war groß – und zwar nicht nur bei Prof. Dr. Eicke Latz, der gerade vor Studenten eine Vorlesung hielt, als er von der hohen Auszeichnung erfuhr. Auch seine Eltern in Schierbrok sind stolz und glücklich über die Anerkennung für die Forschungsarbeit ihres Sohnes. „Ich freue mich wahnsinnig für ihn“, sagte seine Mutter Monika Latz.

Eicke Latz wuchs in Schierbrok auf und machte sein Abitur am Gymnasium Ganderkesee. Er studierte Medizin in Göttingen und Berlin, arbeitete in der Berliner Charité und ging dann in die Forschung. Nach mehreren Jahren an der University of Massachusetts Medical School ist er heute Direktor des Instituts für Angeborene Immunität der Universität in Bonn, das er mitgegründet hat. Mit seinem Team erforscht Latz, wie Entzündungsreaktionen im Körper entstehen und wie das Immunsystem mit Krankheiten wie Diabetes, Arteriosklerose und Alzheimer zusammenhängt. Aktuell gehe es darum, welche Auswirkungen die Ernährung auf die Immunabwehr habe, heißt es in einer Mitteilung der Universität. Außerdem arbeitet Eicke Latz an der Entwicklung kleiner Moleküle, die zur Behandlung von Krebs und entzündlichen Erkrankungen eingesetzt werden sollen.

Übergabe im März

Der Leibniz-Preis wird von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) an in Deutschland arbeitende Wissenschaftler aus unterschiedlichen Bereichen vergeben.

Das Preisgeld von 2,5 Millionen Euro können die Preisträger für ihre Forschungsarbeit verwenden. Die Verleihung erfolgt am 19. März 2018 in Berlin.

Der Wissenschaftler teilt sich den Leibniz-Preis mit seinem Kollegen Veit Hornung aus München. Das Preisgeld in Höhe von 2,5 Millionen Euro soll in die Forschung fließen: „Wir wollen andere Forschungsprojekte anstoßen, die ich schon lange machen wollte, aber für die bisher das Geld fehlte“, sagte Eicke Latz in einem Interview.

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Für seine Eltern Monika und Dr. Eckart Latz in Schierbrok war während der Schulzeit ihres Sohnes noch nicht absehbar, dass er einmal als einer der „weltweit prägendsten Wissenschaftler auf dem Gebiet der angeborenen Immunantworten“ ausgezeichnet werden würde. Als Schüler sei er eher unauffällig gewesen, berichtete sein Vater, ein Orthopäde im Ruhestand. „Er war eher ein stiller Verfechter seiner Interessen.“ Nach dem Abitur habe sein Sohn zunächst auch nicht vorgehabt, in die medizinische Richtung zu gehen, sagte Eckart Latz. Während des Ersatzdienstes habe er sich dann anders entschieden.

Die Eltern, die zwei weitere Söhne haben, bewundern aber nicht nur die Forschungsarbeit des 47-Jährigen. „Er ist nicht abgehoben und kümmert sich rührend um seine Kinder“, berichtete Monika Latz. Trotz seiner wissenschaftlichen Belastung tue er eine Menge für seine Familie, sagte auch der Vater. Eicke Latz lebt mit seinen vier Töchtern und seiner Frau, einer Augenärztin, in Bad Godesberg. Nach Ganderkesee komme er etwa ein bis zweimal im Jahr, erzählte sein Vater. Etwa, um das Ehemaligentreffen des Gymnasiums zu besuchen. Auch mit Klassenkameraden stehe er noch im Kontakt.

Glückwünsche für die hohe Auszeichnung gab es deshalb auch aus der Schule, in der Eicke Latz 1990 das Abitur gemacht hat. Direktorin Dr. Renate Richter hat ihn zwar bisher nicht persönlich kennengelernt. Da er ein ehemaliger Schüler sei, bestehe aber eine Bindung. Sie freue sich für Eicke Latz, sagte Richter. „Es ist eine Auszeichnung für ein wirklich großes Werk.“

Antje Rickmeier Redakteurin / Redaktion Ganderkesee
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