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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Bildung

BILDUNG: Schüler erhalten zweite Chance

11.08.2006

BOOKHOLZBERG Die regioVHS möchte Jugendlichen den Weg in die berufliche Zukunft ebnen. Dafür muss ein Schulabschluss her.

von daniela zenth BOOKHOLZBERG - Am 21. August beginnt für rund 30 Jugendliche in den Räumen der regioVHS Ganderkesee-Hude in Bookholzberg ein Wettlauf gegen die Zeit: In nur elf Monaten nehmen sie ihre – vielleicht letzte – Chance wahr, den Haupt- oder Realschulabschluss nachzuholen und sich in Betriebspraktika zu beweisen.

„Jeder von Ihnen hat es selbst in der Hand, was er mit unserer Unterstützung aus sich macht“, stellt Projektleiterin Brigitte Witte beim ersten Informationstreffen klar. Dabei entgehen ihrem Blick auch nicht die drei leer gebliebenen Stühle in der Runde.

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Die Jugendlichen hören aufmerksam zu, denn was ihnen zurzeit fehlt, sind Perspektiven, weil sie aus verschiedenen Gründen keinen Schulabschluss haben.

Witte wirft einige Negativbeispiele in den Raum: Eine Schülerin des letzten Jahrgangs hätte nicht einmal ihr Hauptschulzeugnis abgeholt. Eine andere sei spurlos verschwunden. „Sie glauben ja nicht, was wir hier schon alles erlebt haben“, erzählen die Betreuerinnen. Dabei meistern die beiden Sozialpädagoginnen Marlis Koppe und Jutta Lotze-Scherb sowie Brigitte Witte seit Jahren die größten Krisen mit ihren Schützlingen, stehen immer an ihrer Seite „wenn es sein muss Tag und Nacht“.

Ihr größtes Ziel: jungen Menschen für die berufliche Zukunft Wege aufzeigen, sie fit für den Arbeitsmarkt machen und sie in ihrer Persönlichkeitsentwicklung stärken. Und dafür muss ein erfolgreicher Schulabschluss her. Mathe, Deutsch, Englisch – alle (oft verhassten) Fächer stehen jetzt wieder auf dem Stundenplan. Doch Brigitte Witte verspricht: „Dies hier hat mit dem Schulalltag so wie Sie ihn kennen – und satt haben – nur wenig zu tun“. So gibt es keine „Lehrer“ sondern „Dozenten“ und statt „Arbeiten“ werden „Klausuren“ geschrieben.

Nach der „Kennenlernwoche“, einem PC-gestützten Bewerbungstraining und einem Eignungstest wird es ernst für die Schüler. Dann folgt die „erste Hürde“ – das Erprobungspraktikum. Doch die Schüler sind hoffnungsvoll. Eine Großenkneterin zeigt sich „sehr optimistisch“. Vielleicht mache sie hinterher ihr Abi nach, überlegt sie. Der 16-jährigen Denise Fugel aus Wardenburg würde erst einmal der Hauptschulabschluss reichen. „Ich werde alles geben. Aber die Angst, es doch nicht zu schaffen, ist da.“

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