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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Bildung

Schulen rücken noch ein Stück enger zusammen

30.07.2010

GANDERKESEE Mit der Zusammenarbeit haben die sechs Ganderkeseer Grundschulen jahrelange Erfahrungen. Seit rund 15 Jahren gibt es regelmäßige Schulleiterrunden. Auch übergreifende Fachkonferenzen gehören seit langem dazu. Im kommenden Monat erhält diese Kooperation nun noch mehr Gewicht – und einen offiziellen Status: Am 18. August wird von den Leitern aller Grundschulen sowie von der Förderschule der Vertrag zum Schulverbund Ganderkesee unterschrieben.

„Wir wollen Ressourcen bündeln, eine optimale Kooperation zwischen Kindertagesstätten, Grundschulen und dem Förderzentrum, wollen voneinander lernen und unser gemeinsames Bildungsverständnis nach außen präsentieren“, erläutert Dörte Lohrenz. Die Leiterin der Grundschule Bookholzberg hat den Schulverbund mit ihren Kolleginnen und Kollegen im ablaufenden Schuljahr vorbereitet, jetzt soll er mit Leben gefüllt werden. Eines der wichtigsten Themen: die Inklusion, die gemeinsame Beschulung von Kindern mit und ohne Förderbedarf.

Integrationskonzept

„Wir müssen uns bei der Inklusion auf den Weg machen. Die Frage ist, wie man sie an Grundschulen umsetzen kann“, so Dörte Lohrenz. Nicht zuletzt deshalb habe man die Förderschule, mit der die einzelnen Schulen bereits Kooperationen haben, mit ins Boot geholt. Erarbeitet werde jetzt ein „Regionales Integrationskonzept (RIK)“. Genau dafür ist der Verbund gedacht: Nicht jede Schule muss ein eigenes Konzept erstellen. Vielmehr könne man Bewährtes übernehmen und anpassen, so die Schulleiterin.

Ganz konkret kann sich Dörte Lohrenz eine Eingangsstufe vorstellen, in der die ersten beiden Jahrgänge übergreifend unterrichtet werden. „So können wir Kindern mit Förderbedarf mehr Zeit einräumen.“ Eine solche Eingangsstufe könnte in Bookholzberg zum August 2011 eingerichtet werden.

Profile bleiben erhalten

Ziel des Verbundes seien nicht sechs gleiche Grundschulen in der Gemeinde. Eher das Gegenteil ist der Fall: „Jede Schule behält ihr Profil.“ Dabei gelte allerdings: „Wichtig ist, dass alle Kinder mit den gleichen Voraussetzungen auf weiterführende Schulen kommen.“ Jede Einrichtung könne im Verbund von den Stärken der anderen lernen. „Wir wollen unsere pädagogische Arbeit stetig verbessern.“

Erreicht werden soll dies durch schulübergreifende Hospitationen und gemeinsame Fortbildungen. Personelle Vorteile haben die Schulen nicht. „Die Entlastung kommt durch die Bündelung der Aufgaben“, ist Dörte Lohrenz trotz nur insgesamt zwei Entlastungsstunden für die Schulleitungen vom Nutzen des Verbundes überzeugt.

Markus Minten
Redaktionsleitung Brake
Redaktion Brake
Tel:
04401 9988 2301

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