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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Bildung

Diskussion: Schulfrieden sieht anders aus

05.03.2014

Wildeshausen Schüler fühlen sich instrumentalisiert, Lehrer protestieren mit der Streichung von freiwilligen Leistungen, wie zum Beispiel Klassenfahrten, gegen die Erhöhung ihrer Arbeitsstunden. Eine Diskussion in der Aula des Gymnasiums Wildeshausen sollte am Donnerstag einen Konsens zwischen den beiden Seiten herbeiführen. Am Ende waren alle der Meinung: Es gilt abzuwarten.

Horst Audritz vom Philologenverband, Stefan Strömer von der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft, der bildungspolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion Claus Peter Poppe, Elternrat Stefan Bredehöft sowie der Elftklässler Max Werner tauschten rund eine Stunde in der öffentlichen Diskussion Meinungen aus. Der Personalrat des Gymnasiums, Axel Meentzen, nahm zwar keinen Platz in der Podiumsdiskussion ein, beteiligte sich aber kritisch an der Gesprächsrunde. In einer Mitteilung hatte es geheißen, dass sich der Personalrat zur Wahrung des Schulfriedens nicht auf dem Podium an der Diskussion beteiligen werde.

Einig waren sich alle Parteien schnell bei einem Punkt: Die Belastungsgrenze für die Gymnasiallehrer ist erreicht. Wie Kollegen zahlreicher Gymnasien in Niedersachsen protestieren die Wildeshauser mit dem Klassenfahrten-Boykott gegen die Landesregierung. Die hat beschlossen, dass Gymnasiallehrer ab dem nächsten Schuljahr eine Stunde mehr pro Woche, also 24,5, unterrichten müssen. Außerdem soll die Regelung, nach der Lehrer ab 55 Jahre eine Stunde und ab 60 Jahre zwei Stunden weniger pro Woche unterrichten müssen, gestrichen werden.

„Wir müssen jetzt Maßnahmen finden, um die Belastung zu reduzieren. Dieser Protest der Lehrer darf nicht auf dem Rücken der Schüler ausgetragen werden“, sagte Poppe, der selbst 20 Jahre als Gymnasiallehrer tätig war. Man müsse die Entwicklungspotenziale im nächsten Halbjahr abwarten. Konkrete Maßnahmen konnte der SPD-Politiker an diesem Abend jedoch nicht liefern. Dementsprechend erbost war auch Gymnasiallehrer Johann Strudthoff: „So kann die Politik nicht mit den Lehrern umgehen. Schulfrieden sieht anders aus.“

„Für uns Schüler ist das ganze sehr schade. Wir können die Lehrer verstehen, fühlen uns aber als letztes Glied in der Kette ungehört“, sagte Werner, der zusammen mit mehr als 400 Eltern und Schülern zuletzt einen Trauermarsch zum Abschied der Klassenfahrten durch die Kreisstadt unternommen hatte (die NWZ  berichtete).

Elternrat Bredehöft stellte Poppe, der viel von Sparmaßnahmen sprach, da das momentane Bildungssystem nicht mit dem Schulhaushalt vereinbar wäre, die entscheidende Frage: „Was ist denn die Bildung wert?“

Als Moderator Hans-Jürgen Otte von NDR 1 am Ende die Veranstaltung schloss, war eines deutlich. Das Problem der mangelnden Kommunikation bleibt.

Personalrat Meentzen hofft auf Verbesserungen: „Wir müssen abwarten. Es wurden Verbesserungen angekündigt, hoffentlich ändert sich dann etwas an der Situation.“

Lars Puchler Redakteur / Lokalsport Ammerland
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