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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Bildung

Grundschule: Sozialpädagogin hilft da, wo es drückt

17.01.2017

Hude Der Tag von Franziska Scheller beginnt um halb acht mit der Frühbetreuung in der Grundschule Jägerstraße. Es folgt die Unterstützung der Lehrer in ihren Klassen, die Betreuung des Mittagessens, Hilfe bei den Hausaufgaben, die Betreuung des „Auffangbeckens“. Der Tag der Sozialpädagogin ist lang. Und die Schulwoche umfasst bei der 27-Jährigen 46 Wochenstunden mit Vor- und Nachbereitung.

„Wir hatten großes Glück, dass wir die Stelle der Sozialpädagogin zum 1. Januar sofort wieder neu besetzten konnten“, freut sich Rektorin Ilona Schütte über die neue Kollegin. Anita Hübner, die diesen Posten 2011 übernommen hatte, war Ende 2016 in den verdienten Ruhestand gegangen.

Beratung der Eltern

Seit 25 Jahren ist die Grundschule in Hude schon eine Ganztagsschule, und seitdem gibt es auch den Posten der Sozialpädagogin, um den andere Schulen laut Schütte noch kämpfen müssen. „Frau Scheller ist nicht nur für die wirklich bedürftigen Kinder da. Gerade mit Blick auf die gesellschaftliche Situation und steigende Schülerzahlen wird der Unterstützungsbedarf größer. Auch die Beratung der Eltern nimmt einen immer größeren Platz ein“, unterstreicht Schütte die Relevanz der Aufgaben einer Sozialpädagogin.

Die Grundschule besuchen zurzeit 205 Kinder in zehn Klassen, die Tendenz sei steigend. Rund 20 Flüchtlingskinder und einige Kinder mit einem Förderbedarf in geistiger Entwicklung und im Bereich Hören sind unter den Schülern.

„Wir holen Frau Scheller auch dazu, wenn ein Schüler die Mitarbeit im Unterricht verweigert“, erläutert Konrektorin Particia Godula. In dieser Einzelfallbegleitung spricht die Pädagogin mit dem Schüler, reflektiert die Situation und trifft eine Vereinbarung. „Der Schüler soll dann das nächste Mal in der gleichen oder einer ähnlichen Situation besser handeln können“, erklärt Scheller die Vorgehensweise.

Kinder sind Vorbilder

Die gebürtige Oldenburgerin hat in Emden studiert und dann erst in Oldenburg an einer Schule für Kinder mit emotional-sozialem Förderbedarf gearbeitet. „Hier gibt es natürlich viel weniger auffällige Kinder. Es ist außerdem toll zu sehen, dass die Kinder untereinander Vorbilder sind. So werden beispielsweise die Flüchtlingskinder an die Hand genommen. Oder wenn jemand fällt, suchen die anderen sofort einen Erwachsenen“, freut sich Scheller über die Hilfsbereitschaft der Knirpse.

In diesem Jahr begleitet die 27-Jährige noch eine Klassenfahrt, möchte eine eigene AG ins Leben rufen, den Dialog mit den Eltern suchen und ein Sozialtraining ausarbeiten. „Dabei geht es darum, dass die Klasse zusammen wächst. Dazu müssen die Kinder erst selber ihre Schwächen und Stärken erarbeiten um dann herauszufinden, wie sie selber gut in Kontakt mit ihren Mitschülern kommen können“, erläutert die Sozialpädagogin einen Schwerpunkt ihrer Arbeit. Bis das Konzept ausgearbeitet ist, arbeitet sich die 27-Jährige mit den vielen Aufgaben in den Schulalltag ein.

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