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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Bildung

Damit die Brookbäke im Fluss bleibt

21.06.2019

Spasche /Wildeshausen Für diese Unterrichtseinheit haben die Kinder der Schule Gut Spascher Sand die richtige Kleidung gewählt: Schließlich lässt es sich mit Gummistiefeln einfacher durch die Brookbäke waten. Der nach draußen verlegte Unterricht war Teil des Projektes zur Renaturierung des Baches, das die Schule für die 3./4. Klassen zum ersten Mal mit der Hunte-Wasseracht und dem Fischereiverein Wildeshausen organisiert hatte. Das Projekt läuft wiederum im Rahmen der Entdeckertage der Schule.

In Gruppen aufgeteilt untersuchten die Schülerinnen und Schüler das Wasser. „Immer gegen den Strom gehen“, erklärte Ira Zylka von der Hunte-Wasseracht, während sie mit Ralf Siemer vom Fischereiverein die Kescher verteilte. Schließlich sollten die kleinen Wassertierchen leicht zu fangen sein. Um einfacher zu erkennen, welche Tiere gefangen wurden, setzten die jungen Entdecker sie in einem Eimer ab, gefüllt mit klarem Wasser.

„Je nachdem, wie viele und welche Tiere wir finden, können wir bestimmen, wie gut das Wasser ist“, erklärte Siemer. „Das nennt sich dann Gewässergüteklassen-Bestimmung.“

Wie gut das Wasser der Brookbäke ist, prüften Emma (10), Sina (10), Clara (10), Amelie (9) und William (9) zusammen mit Ira Zylka. „Was ist das?“, fragte Emma, während sie das Keschernetz aus dem fließenden Wasser hob. Zylka begutachtete den Fund und erkannte sofort: „Das ist eine Köcherfliegenlarve.“ Es dauerte keine Minute, da fanden die Kinder weitere Lebewesen. „Wir haben viele Bachflohkrebse gefunden und schon eine Wasserspinne gesehen“, sagte Zylka und nickte: Dieser Fund an Lebewesen spreche für den Bach. Für den weiteren Vormittag untersuchte die Gruppe 100 Meter der hinter der Schule entlangfließenden Brookbäke.

Zuvor waren Siemer und Zylka mit den Schülerinnen und Schülern den theoretischen Teil durchgegangen, den die beiden mit den Worten „Ihr habt toll mitgemacht“ beendeten. Das Lob kam zurecht: Bei den Fragen schossen die Finger der Kinder in die Höhe. Welche Gewässer außer Seen und Meere gibt es noch? „Teich, Aue, Grundwasser.“ Welche Tiere sind neuerdings wieder an der Hunte zu finden? „Biber und Otter.“

Dass die Kinder Ahnung von dem Thema haben, stellte auch Sachkundelehrerin Stefanie Hinrichs zufrieden fest: „Im Sachunterricht haben wir einen Wassertag gemacht – es ist spannend, was die Kinder mitnehmen und wie viel sie schon wissen.“

Um das Ziel zu erreichen, die Laichstellen und die Lebensraumvielfalt in dem Bach zu fördern, geht das Projekt noch weiter: Die Klassen bauen Elemente wie Kiesbänke und Totholzlenker ein.


Ein Video gibt es unter   www.nwzonline.de/videos 
Video

Verena Sieling Wildeshausen / Redaktion Wildeshausen
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