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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Bildung

Spaß vertraglich vereinbart

17.03.2017

Oldenburg /Landkreis Seit Mittwoch feiert der Abiturjahrgang am Graf-Anton-Günther-Gymnasium das Ende seiner Schulzeit. Hinter den Kulissen allerdings ist die Stimmung nicht nur ausgelassen: Schulleiter Wolfgang Schoedel hatte darauf bestanden, dass die Abiturienten vor den Mottotagen einen Vertrag unterschreiben, in dem ganz klare Verhaltensregeln aufgesetzt worden sind.

Alkohol-Schnelltest

Darin ist unter anderem festgelegt, dass die Schüler keinen Alkohol trinken dürfen und sich im Zweifel einem Alkohol-Schnelltest unterziehen. Auch der Zeitpunkt, an dem das GAG „gestürmt“ werden darf, ist genau benannt. Ohne Unterschrift aller Abiturienten hätten die Mottotage nicht stattgefunden.

Der Hintergrund: In den Vorjahren seien immer wieder einzelne Schülerinnen und Schüler durch Nichteinhaltung der Schulordnung aufgefallen, indem sie etwa unter Alkoholeinfluss das Schulgelände betreten oder den Unterricht anderer Jahrgänge gestört hätten, so Schoedel.

Zwar war der Vertrag im Einvernehmen mit den Jahrgangssprechern aufgesetzt worden, dennoch brodelte es unterschwellig. „Unseren Kindern blieb ja gar keine Wahl. Kurz vor dem Abitur haben sie den Kopf nicht frei dafür, sich dagegen zu wehren. Und keiner will sich die Abinote verderben, indem er sich in den letzten Tagen noch mit dem Schulleiter anlegt“, ist von Elternseite zu hören. Es sei „bis auf einige wenige Ausnahmen einvernehmlich mit der Schülerschaft beschlossen worden“, sagt dagegen Jahrgangssprecher Jan Johannsmann, räumt allerdings ein, man sei Kompromisse eingegangen. „Uns war wichtig, das Beste für die Schulgemeinschaft herauszuholen und eine Regelung auch für kommende Abijahrgänge zu finden, damit es nicht immer wieder Diskussionen gibt.“

„Reglementierung nervt“

Nicht alle Schüler sehen das so pragmatisch. Er könne den Schulleiter zwar teilweise verstehen, „aber so extrem hätte man das nicht machen müssen“, findet ein Schüler. „Wir sind fast alle volljährig. Uns so zu reglementieren, nervt“, schimpft ein anderer. Auf jeden Fall werde man versuchen, die Situation nicht eskalieren zu lassen, sagen sie.

An den anderen Gymnasien gebe es keinen solchen Vertrag, so Günter Tillmann, Schulleiter des Herbart-Gymnasiums und Sprecher der Oldenburger Gymnasien. Die Mottotage seien „ein schmaler Grat“, räumt er ein. Dennoch setze er auf gegenseitiges Verständnis und eine vertrauensvolle Zusammenarbeit statt auf Verträge. Die frühere Mottowoche ist an mehreren Schulen zu drei Mottotagen zusammengeschmolzen. Dies liege auch am engen Zeitrahmen durch das Zentralabitur, so Wolfgang Schoedel.

Schon vor dem Vertrag zu den Mottotagen hatte es am GAG Unmut gegeben. Noch immer nicht akzeptiert, das klang bei den Abiturienten noch einmal an, ist die Schließung der „Cafta“ – eines Rückzugraumes und einer „lehrerfreien Zone“ der Oberstufenschüler – vor zwei Jahren. Der Raum wurde aus auf die Empore der Aula verlegt. Damit sei man jederzeit auf dem Präsentierteller, kritisieren die älteren Schüler. Bis heute schwelt die Kritik an dieser Entscheidung.

Anke Brockmeyer Wardenburg / Redaktion Wardenburg
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Stephan Onnen Redakteur / Redaktion Oldenburg
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