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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Bildung

Volkshochschule: Stadt will mehr Kontrolle und Mitsprache bei VHS

23.05.2017
NWZonline.de NWZonline 2017-05-23T05:23:41Z

Volkshochschule:
Stadt will mehr Kontrolle und Mitsprache bei VHS

Wildeshausen Die Stadt und die Volkshochschule Wildeshausen suchen nach einer neuen Form des Miteinanders. Jährlich zahlt die Stadt pauschal 84 400 Euro als Zuschuss für die Bildungsarbeit, 66 000 Euro als Mietanteil für das Nieberding-Haus und 4400 Euro für die Kunstschule. Macht zusammen 154 800 Euro. Dabei geht es auch um Kontrolle und Mitsprache.

„Die Volkshochschule ist für die Stadt eine Blackbox: Wir schmeißen oben Geld rein und unten kommt Bildung raus“, formulierte Rainer Kolloge (UWG) im Ausschuss für Stadtentwicklung, Fremdenverkehr, Sport und Kultur. Er lobte das VHS-Angebot, möchte aber auch gerne wissen, wie viel des Programms auch wirklich umgesetzt wird.

Mehr VHS-Kurse

Nach Angaben der VHS wurden im Jahr 2015 (Vergleichsjahr 2010) 1045 Kurse (568) mit 30 562 Unterrichtsstunden (13 677) durchgeführt, die von 7380 Teilnehmern (5654) besucht wurden – eine Steigerung gegenüber 2010 um 84 Prozent bei Kursen, 123 Prozent der Unterrichtsstunden und 31 Prozent bei Teilnehmern.

Nach Aussagen von Wolfgang Sasse (CDU) will die Stadt nicht jeden Kursus unter die Lupe nehmen, doch angesichts der erheblichen Fördermittel mehr Einblick bekommen. Fraktionskollege Günter Lübke sprach von gemeinsam formulierten Zielen. Seiner Darstellung zufolge arbeitet die VHS Wildeshausen kostengünstig. Das hätten andere Volkshochschulen bestätigt. Laut VHS sei es von 2010 bis 2015 gelungen, den Anteil des städtischen Zuschusses am Gesamthaushalt von circa 12,6 auf 7,1 Prozent zu senken.

Die Volkshochschule hat vier Schwerpunkte benannt, für die der städtische Zuschuss erforderlich sei. Erstens ein bezahlbares Bildungsangebot mit bestimmten Schwerpunkten; zweitens Integrationsarbeit; drittens Projekte und Kurse für sozialschwache und/oder bildungsferne Gruppen und viertens Gebührenermäßigungen von 25 Prozent für bestimmte Personengruppen.

Beirat vorgeschlagen

Klaus Schultze (Grüne) hält Kennzahlen in der Bildungs- und Kulturarbeit nicht für sinnvoll. „Wir investieren nicht zu viel Geld in die VHS“, sagte er und schlug die Einrichtung eines Beirats als Steuerungsinstrument vor. Gleichzeitig stellte er die Frage danach, was eigentlich der VHS-Trägerverein macht.

Auch Kreszentia Flauger (Linke) sieht nicht mehr Qualität in der Bildungsarbeit durch die Einführung von Kennzahlen. Hilfreich seien die nur aus betriebswirtschaftlichen Gründen.

Gleichwohl: Der Fachausschuss plädierte mehrheitlich dafür, dass die Stadtverwaltung Kennzahlen und Produktziele für den Haushalt vorbereitet.

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