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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Bildung

Steckt in der Zitrone Batterie mit Zukunft?

15.10.2012

Oldenburg Referenten aus ganz Niedersachsen und Freiburg, Schulbuch- und Technologieanbieter sowie mehr als 130 MINT-Lehrkräfte aus dem Bezirk Weser-Ems bildeten sich am vergangenen Sonnabend im Oldenburger Landkreisgymnasium Graf-Anton-Günther-Schule (GAG) fort. Die für ihre bundesweit herausragenden Aktivitäten in den Fächern Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT) als Excellence-Center (EC) ausgezeichnete MINT-EC-Schule kam damit ihrer Selbstverpflichtung als regionales Fortbildungs- und Kompetenzzentrum in der Universitätsstadt Oldenburg nach.

Eingeladen hatte der „Arbeitskreis Moderner Mathematikunterricht und Neue Technologien“. Realisiert werden konnte die Tagung aber nur durch die Initiative des in der Lehrerausbildung an der Carl-von-Ossietzky-Universität und im gymnasialen Studienseminar Oldenburg tätigen GAG-Lehrers Henning Körner und die Unterstützung des durch seine Schultaschenrechner bekannten Unternehmens Texas Instruments. Nach der Begrüßung durch Schulleiter Wolfgang Schoedel beschäftigten sich die Lehrer ab 9 Uhr praxisbezogen mit Möglichkeiten und Grenzen des Technologieeinsatzes im Unterricht.

Bei Mathematiklehrern besonderen Anklang fanden die u.a. am Gymnasium Stadthagen und in der GAG seit Jahren erprobten „MABIKOM“-Materialien zur Steigerung der dem vertiefenden Üben vorangehenden Selbsteinschätzungen der Schüler/innen sowie die im Unterricht notwendige Vorbereitung der ab dem Abitur 2014 in sechs Bundesländern „neu“ eingeführten Aufgaben ohne technische Hilfsmittel. Doch nicht nur die Wiederentdeckung scheinbar verloren gegangener Grundfertigkeiten, sondern auch der Unterricht mit Technologie beherrschte die Tagung, sowohl in Physik und Chemie als auch im Mathematikunterricht. Und so diskutierten Lehrkräfte auch noch nach Tagungsende darüber weiter, ob der Einsatz von grafikfähigen Taschenrechnern, Taschencomputern und Messgeräten das naturwissenschaftliche Verständnis von Schülern erhöht, wenn es um die Beantwortung alltagsrelevanter Fragen geht wie „Was kühlt schneller aus – Kaffee oder Cappuccino?“ und „Steckt in der Zitrone eine Batterie mit Zukunft?“

Einig waren sich alle Teilnehmer darin, dass das stumpfe Rechnen von Aufgaben ohne erkennbaren Praxisbezug und das Fehlen naturwissenschaftlicher Lehr-Lern-Labore an den Schulen verhindere, Schüler langfristig für mathematische und naturwissenschaftliche Fragen zu begeistern.