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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Bildung

Als acht Jahrgänge in einer Klasse saßen

17.06.2019

Steinkimmen „Wer bist du denn noch mal?“ – „Dich habe ich ja gar nicht wiederkannt.“ – „Wo kommst Du denn jetzt her?“ Solche Sätze waren am Sonnabendnachmittag immer wieder zu hören im Saal der Waldschänke am Fernsehturm in Steinkimmen: Knapp hundert ehemalige Schülerinnen und Schüler der Steinkimmer Schule trafen sich dort wieder – zum ersten Mal seit 24 Jahren.

Sogar mehr als 50 Jahre hatte Jörg Fährmann seine ehemaligen Mitschüler nicht mehr gesehen. Der Rentner lebt in Holzgerlingen bei Stuttgart und war zuletzt 1966 bei einem Treffen mit Schulkameraden. Von 1945 bis 1950 ging er in Steinkimmen zur Schule, dann zog die Familie nach Bremen. Jetzt freute sich Fährmann, die damaligen Mädchen aus der Nachbarschaft wiederzutreffen – mittlerweile auch längst alle im Seniorenalter.

Über 70 Jahre gab es die Dorfschule an der Kimmer Landstraße: von 1898 bis 1968 – dann wurde sie im Zuge der Zentralisierung geschlossen und die Kinder aus Steinkimmen mussten nach Ganderkesee zur Schule. Zuletzt wurden alle acht Jahrgänge in einem Klassenraum unterrichtet, erzählte Enno Cordes, der das jetzige Wiedersehen zusammen mit Ingrid Strudt­hoff, Hannelore Poppe, Ursel Wendt und Gerno Marks vorbereitet hatte. Wochenlang hatten sie Listen erstellt, Telefonbücher gewälzt und Einladungen verschickt. Die meisten einstigen Mitschüler sind zwar in der Region geblieben, aber nach jenen, die in die Ferne gezogen waren, musste teilweise intensiv geforscht werden – wie im Fall von Jörg Fährmann.

Gar nicht weit zum Schultreffen hatte es hingegen eine damalige Lehrerin: Wiltrud Schauer, die in Falkenburg zuhause ist, freute sich, einstige Schulkinder und andere Bekannte aus ihrer Steinkimmer Zeit wiederzusehen. Von 1962 bis 1964 unterrichtete sie an der Dorfschule, ehe sie nach Bürstel und später an die Grundschule Habbrügge wechselte. Ihr Mann Peter blieb als Lehrer bis zur Auflösung der Schule 1968 in Steinkimmen. Acht Jahrgänge gleichzeitig zu unterrichten, empfindet die 88-Jährige rückblickend als gar nicht so belastend: „Die Achtklässler, die gut in der Schule waren, wurden eingesetzt, um den Jüngeren zu helfen“, erzählte sie. „So haben die Kinder soziales Verhalten gelernt“. Und von den Eltern habe es viel Unterstützung gegeben, betonte Wiltrud Schauer. „Im Nachhinein war das für mich meine schönste Schulzeit.“

Hergen Schelling Agentur Schelling (Leitung) / Redaktion Ganderkesee
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