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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Bildung

„Wir hatten eine tolle Zeit“

15.04.2019

Stenum Möglicherweise wurde bereits der Grundstein für die spätere Karriere gelegt, als Klaus Dobranz als Neuntklässler in der Schulküche der Volksschule Schierbrok am Herd stand. „Ich war der erste Junge, der mit den Mädchen mitgekocht hat“, erzählte der Gastronom und Küchenmeister aus Schlutter lachend, als er am Freitagabend inmitten seiner ehemaligen Klassenkameraden aus der Schulzeit plauderte. Im Werkunterricht sei er zuvor am Bau eines Vogelhäuschens gescheitert – daher die Entscheidung fürs Kochen mit den Mädchen.

Dobranz ist einer von 51 Schülern, die 1969 in Schierbrok entlassen wurden. 29 von ihnen feierten jetzt, 50 Jahre später, Wiedersehen. Am gleichen Ort übrigens, an dem sie sich am 14. März 1969 bei einer Feier mit Volkstänzen und kleinen Sketchen voneinander verabschiedet hatten. Am Vormittag desselben Tages hatten sie in der Turnhalle ihrer Schule ihre Abschlusszeugnisse erhalten.

Der Abschied der damals 15- und 16-Jährigen dürfte von einigem Wehmut geprägt gewesen sein. „Wir hatten eine tolle Zeit zusammen!“, befand Margrit Gremlowski rückblickend. Sie hatte das Klassentreffen zusammen mit Hinnerk Twietmeyer und Ruth Getzlaff organisiert.

Zwei neunte Klassen

Dabei war die gemeinsame Zeit nicht sehr lang: In der Mittelpunktschule Schierbrok trafen sich die Mädchen und Jungen erst im Abschlussjahr. Das dauerte wegen des vorherigen Kurzschuljahrs eineinhalb Jahre. Zuvor hatten die Jugendlichen verschiedene Dorfschulen besucht. Die Schüler aus Schierbrok, Elmeloh und Hoykenkamp wurden schließlich zur Klasse 9a zusammengefasst, die vom inzwischen verstorbenen Lehrer Franz Meyer unterrichtet wurde, und die Jugendlichen aus Schönemoor, Heide und Rethorn wurden zur 9b.

Deren Lehrer Eckehard Kirsch, heute 79 Jahre alt, war am Freitag zugegen – und konnte sich noch gut an seine „ziemlich harmonische“ Abschlussklasse von 1969 erinnern. „Aber es gab auch einen Bad Boy“, verriet er. Auf der Klassenfahrt im Mai 1968 nach Schwäbisch Gmünd habe besagtem Schüler ein geplanter Höhlenbesuch nicht zugesagt: „Wir standen vor dem Eingang und er rief: ,So ein Gammel!’“, berichtete Kirsch. Er habe dem Schüler dann angeboten, sich von den Eltern abholen zu lassen.

Etwa zwölf Stunden dauerte die Zugfahrt der 9b nach Schwäbisch Gmünd. Deutlich kürzer unterwegs waren indes vier Mädchen und elf Jungen, die einen Teil ihrer Herbstferien im selben Jahr auf Baltrum verbrachten. Dort unterstützten sie ihren Fachlehrer Paul Eymers freiwillig dabei, den Zeltplatz des Niedersächsischen Turnerbundes winterfest herzurichten.

Viele Erinnerungen fixiert

Bei einer Fotopräsentation ließen die Jahrgangskameraden die gemeinsame Zeit Revue passieren. Für große Erheiterung sorgten auch die beiden „Abschlusszeitungen“ – ein Stapel von einigen im Matrizendrucker vervielfältigten DIN-A4-Seiten. „The School Times“ hatte die 9a ihr Produkt betitelt, „Schierbroker Käseblatt“ nannte die 9b ihres damals.

Wiedergesehen hatten sich die Ehemaligen der beiden Klassen auch schon 40 Jahre nach ihrer Entlassung – vor zehn Jahren. So viel Zeit, da waren sich jetzt alle einig, soll bis zum nächsten Treffen nicht vergehen: 2022 soll das nächste Klassentreffen sein.

Karoline Schulz Redakteurin, Agentur Schelling / Redaktion Ganderkesee
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