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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Bildung

Soziales: Teilhabepaket nicht ausgepackt

11.05.2011

LANDKREIS „Mitmachen möglich machen“, lautet das Motto der Bundesregierung für das so genannte Bildungs- und Teilhabepaket. Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene aus Familien mit geringem Einkommen sollen künftig wegen ihrer finanziellen Situation nicht vom sozialen und kulturellen Leben ausgeschlossen sein. Das Problem: Die Betroffenen packen das Paket gar nicht aus.

„Die Resonanz ist sehr zurückhaltend“, sagte Sozialdezernent Robert Wittkowski am Dienstag auf NWZ -Anfrage. Derzeit seien über die Gemeinden erst knapp 200 Anträge im Kreishaus eingangen. Tatsächlich gebe es aber 4000 potenzielle Antragsteller, die Leistungen aus dem Bildungs- und Teilhabepaket erhalten können, soweit sie Leistungen nach dem SGB II (Hartz IV), der Sozialhilfe, Wohngeld oder Kinderzuschlag beziehen. Wittkowski kann sich die Zurückhaltung nur mit einem Informationsdefizit erklären. Derzeit sei nicht geplant, alle Betroffenen anzuschreiben.

Kinder und Jugendliche aus dem Kreis dieser Leistungsbezieher können für verschiedene Bereiche Unterstützung erhalten. So werden die Kosten für Klassenfahrten und eintägige Schulausflüge übernommen. Selbst der Ausflug in den Zoo oder ins Theater gehöre zum „Paket“. Im guten Gespräch sei man mit der Kreismusikschule, berichtet Wittkowski. Hier gebe es aber ohnehin schon eine soziale Staffel. Auch mit dem Kreissportbund werden derzeit Gespräche geführt, um eine möglichst unbürokratische Regelung für die Sportvereine zu erwirken. Im Prinzip könnten die Betroffenen den Antrag, der in jedem Jobcenter erhältlich sei, dem Verein vorlegen, der sich dann mit dem Kreis ins Benehmen setze.

Ohnehin unproblematisch sei das freie Mittagessen für bedürftige Kinder in Schule, Kita oder Hort. Hier seien mit dem Schulen Sammelregelungen vereinbart worden. Warnungen, durch das Bildungspaket verteure sich das Schulessen, weil das Land Zuschüsse streiche, kann Wittkowski nicht nachvollziehen.

Der Kreisrat empfahl Betroffenen, sich über mögliche Leistungen für ihre Kinder zu informieren. Ursprünglich sollten die Frist für Anträge, die rückwirkend bis zum 1. Januar 2011 Gültigkeit besitzen, am 30. April enden. „Es liegen aber noch nicht alle Regelungen abschließend vor“, erklärte Wittkowski. Daher sei im Gespräch, die Frist für Anträge zum Teilhabepaket bis zum 30. Juni zu verlängern.   Ansprechpartner beim Landkreis in Sachen Bildungs- und Teilhabepaket ist Ulrich Theile, Tel. 04431/85-288.

Stefan Idel Redakteur / Landespolitischer Korrespondent
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