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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Bildung

Migration: Unterrichtssprache ist Deutsch

31.08.2010

AHLHORN „Lernen Sie Deutsch!“ – so ist ein Prospekt des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF) betitelt. Darin werden Zuwanderer aufgefordert, in Alphabetisierungskursen die deutsche Sprache zu erlernen. In Zusammenarbeit mit der Ländlichen Erwachsenenbildung, der Gemeinde Großenkneten, dem BAMF und der Grundschule Ahlhorn läuft derzeit der erste Kursus dieser Art seit Anfang 2010 im Landkreis. Bereits im Februar waren drei Orientierungskurse für Kurdinnen angeschoben und von der LEB Großenkneten finanziert worden.

Am Montag hospitierte die Regionalkoordinatorin Integration des BAMF, Ute Leopold, in der Grundschule in Ahlhorn, um sich ein Bild vom Kursverlauf zu verschaffen. Für Schulleiter Ulrich Meiners sowie Karin Pieper und Inge Tecklenburg von der LEB, aber auch Bürgermeister Volker Bernasko und Hartmut Bigalke von der Gemeindeverwaltung eine Gelegenheit, das Projekt vorzustellen.

Derzeit kommen zwölf kurdische Frauen irakischer Herkunft mit 18 Kindern in die Schule. Während die Kinder von den Betreuungskräften wie Tagesmutter Tanja Löschen, Dolmetscherin Gülei Oynak und Kinderpfleger Björn Thienel in einem Nebenraum betreut werden, erhalten die Mütter von Dozentin Anne von Seggern in einem anderen Raum Unterricht. „Die Unterrichtssprache ist Deutsch. Die Alphabetisierung erfolgt in der Zweitsprache Deutsch und nicht in der Muttersprache“, erklärte Karin Pieper. Inhaltlich gehe es dabei um die sprachliche und schriftsprachliche Förderung sowie um die Lernautonomie. Je etwa zu einem Viertel. Der Rest verteilt sich auf die Bereiche zur Herstellung von teilnehmerorientierten Unterrichtsmaterialien und die Förderung der interkulturellen Kompetenz bzw. der Medienkompetenz.

„Als Ziel steht nach dem 945 Stunden umfassenden Kursus, der hier im Mai gestartet wurde und bis Dezember andauert, ein B-1-Sprachenniveau. Das entspricht in etwa neun Jahren Englischunterricht. Dadurch soll den Teilnehmern ermöglicht werden, sich hier bei uns im Alltag zurechtzufinden“, sagte Uta Leopold. Zum Abschluss gibt es eine Prüfung.

Erster Gemeinderat Klaus Bigalke erläuterte das Vorgehen der Gemeinde. „Der Sprachkursus ist nur ein Modul. Der Rat hat 10 000 Euro für die Migrations-Arbeit in den Kindergärten zur Verfügung gestellt. Außerdem besteht auch ein Antrag auf nachschulische Betreuung beim BAMF, der noch nicht beschieden ist.“ Wer nach dem Alphabetisierungskursus noch Lücken hat, der kann auf Antrag noch einmal um 300 Stunden aufstocken.

in der Gemeinde, speziell im Ort Ahlhorn, ist enorm. „Es existiert sogar eine Warteliste“, sagte Karin Pieper und ergänzte, dass es nicht der letzte Kursus dieser Art an der Grundschule gewesen sein wird. Gleichzeitig lobten Uta Leopold und Dozentin Anne von Seggern die sehr gute Zusammenarbeit mit der Schulleitung. Schulleiter Ulrich Meiners: „Wünschenswert wäre noch ein umkomplizierterer Einstieg. Die Anträge auszufüllen ist nicht ganz einfach und bei entsprechendem Verdienst könnten auch Kosten entstehen.“ Meiners erklärte, dass im Falle eines weiteren Migrationskurses am Nachmittag genügend Räumlichkeiten zur Verfügung stehen würden.

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