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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Bildung

Sprachheilklassen: Unterschriften sollen Erfolgsmodell retten

02.10.2013

Bookholzberg Für Hardy Mast gibt es da keinerlei Zweifel. „Sprachheilklassen sind ein Erfolgsmodell.“ Das habe er als Vater zweimal erlebt. Die gezielte Förderung habe seinen Kindern sehr geholfen, sie verwandelt, aufblühen lassen. Da wundert es nicht, dass Mast zu der Gruppe von Eltern und Lehrern zählte, die am Dienstag in der Grundschule Bookholzberg eindringlich fürs Mitmachen bei einer Petition warben – „Erhaltet die Sprachheilschulen in Niedersachsen“.

„Mit Besorgnis“ habe sie aktuelle Verlautbarungen aus dem niedersächsischen Landtag zur Kenntnis genommen, wonach Sprachheilschulen und -klassen zum Schuljahr 2014/15 aufgelöst werden sollen, sagte Dörte Lohrenz, Rektorin der Grundschule. Im Zuge der Inklusion sei offenbar beabsichtigt, die betroffenen Kinder im Zuge der sonderpädagogischen Grundversorgung mit zu versorgen.

Doch da seien die Kinder die Verlierer, mahnte Elisabeth Hoppe, Förderschullehrerin mit den Schwerpunkten Sprache und Lernen. Denn Sprachheilklassen und Grundversorgung – das seien zwei paar Schuh.

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Sprachheilklassen wie sie seit 1996 an der Grundschule Bookholzberg existieren, maximal 14 Kinder groß, würden den Stoff der ersten Klasse auf zwei Jahre verteilen. Der sprachfördernde Unterricht werde ergänzt durch Sprachtherapie. Anders die derzeitige Grundversorgung im Grundschulbereich: Danach gebe es zwei Förderstunden pro Klasse und Woche, wobei die Förderlehrer nicht unbedingt den Bereich Sprache studiert haben müsse.

Hoppes Befürchtung: Betroffene Kinder würden entweder „gar nicht bemerkt, weil sei Angst haben zu sprechen“. Oder sie würden auffällig, es komme zu Schwierigkeiten im sozial-emotionalen Bereich.

Ihre Bedenken, so betonten Lohrenz, Hoppe und auch weitere Lehrer und Eltern, seien nicht als Ablehnung der Inklusion zu verstehen. Aber: Eine überstürzte Einführung „mit minimalistischen Ausstattung“ sei nicht zu akzeptieren. Im Sinne der Kinder müsse es ein deutliches Mehr an Förderung geben.

Die Eltern und Pädagogen appellierten, sich an der Petition zum Erhalt der Sprachheilschulen zu beteiligen. Initiatorin ist Bianca Meyer, Mutter eines Kindes an der Sprachheilschule Neerstedt. Ziel ist, bis zum 28. November 50 000 Unterschriften zusammenzutragen, damit die Eltern im Landtag angehört werden. Am Dienstag lagen 11 534 Unterschriften vor.


Die Petition ist zu finden unter   https://www.openpetition.de/petition/online/erhaltet-die-foerderschulen-sprache-sprachheilschulen-in-niedersachsen 
Karsten Kolloge Harpstedt / Redaktion Wildeshausen
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