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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Bildung

Austausch: Von Lublin bis in den Landkreis

31.05.2017

Landkreis Viele Familien denken bei der Urlaubsplanung vor allem an west-, nord- oder südeuropäische Ziele. Wolfgang Schoedel, Schulleiter an der Graf-Anton-Günther-Schule, möchte dies ändern: „Dies ist immer noch eine Folge der früheren Teilung Europas, doch nun haben wir die wunderbare Möglichkeit, unseren Horizont zu erweitern“, betont Schoedel und ergänzt: „Als Europaschule sind wir hierzu auch verpflichtet.“

Seit fünf Jahren findet zweimal im Jahr ein Austausch zwischen den Schülern aus dem Landkreis und den Schülern des „Prywatne Gimnazjum i liceum im. J.J. Paderewskiego“ in Lublin statt: Einmal jährlich reist eine deutsche Gruppe nach Polen und umgekehrt. Noch bis diesen Mittwoch sind 28 polnische Schüler bei ihren Gastfamilien im Landkreis untergebracht.

„Ich verstehe mich mit meiner Gastschwester Annalena sehr gut, und wir sind gute Freundinnen geworden“, sagt die 17-jährige Julia Cygan aus Polen, die zum dritten Mal am Austauschprogramm teilnimmt. „Das Programm ist immer unterschiedlich, so dass die Schüler immer neue Dinge zu sehen bekommen“, erklärt Lehrer Niels-Christian Heins, der den Austausch mit organisiert hat.

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In diesem Jahr ging es zunächst in den Harz. Am Mittwoch kam die Gruppe dort an und hat vier Tage lang die Gegend erkundet, ehe es in die Gastfamilien ging.

Cygans Gastschwester Annalena Herkenhoff aus Sandkrug war überrascht von der großen Gastfreundschaft im Nachbarland: „Ich habe auch schon andere Austausche mitgemacht, aber in dem Maße habe ich das noch nicht erlebt. Die Menschen waren sehr hilfsbereit“, sagt die 17-Jährige. Schoedel ergänzt: „Gerade nach der Geschichte hätte ich es verstanden, wenn die Ressentiments höher gewesen wären. Es war eine der positivsten Erfahrungen, auf ein so weltoffenes Land zu treffen mit Menschen, die in der Gegenwart leben.“

Die Geschichte war es auch, die beide Schulen vor fünf Jahren erstmals zusammenführte: „Im Seminarfach hat sich eine Gruppe mit Erinnerungskultur beschäftigt und ist nach Auschwitz gefahren“, sagt Heins. Dabei wurde auch die Schule in Lublin besucht, an der Deutsch als zweite Fremdsprache wählbar ist. „Seit 1993 wird Deutsch an unserer Schule unterrichtet, seit Beginn des Austausches ist das Interesse der Schüler stark gestiegen“, berichten die Lehrerin Magdalena Kosior-Szychiewicz und Malgorzata Zalewska.

Der Deutschunterricht sowie der Austausch sorgen bei den Schülern für Begeisterung: „Die Infrastruktur in Polen ist sehr gut ausgebaut und viel moderner, als in Deutschland vermittelt wird“, berichtet Janne Siemer aus Hude. Katarzyna Herman aus Lublin gefällt vor allem die Architektur in Deutschland sehr gut und die Hilfsbereitschaft der Menschen. „Ich bin Bayern-München-Fan und war schon fünfmal in München, doch in meiner Gastfamilie habe ich das Leben in Deutschland erst richtig kennengelernt“, sagt der 18-jährige Kacper Kuszewski.

Wichtig für den Austausch ist auch das deutsch-polnische Jugendwerk: „Durch die vielen Fördermittel kann jedem Schüler, der Interesse hat, ein Austausch ermöglicht werden, unabhängig von den finanziellen Möglichkeiten der Eltern“, beton Schoedel.

Nils Coordes Redakteur / Newsdesk
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