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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Bildung

Schule: Von peinlichen E-Mail-Adressen und Partybildern

06.11.2015

Wildeshausen Peinliche E-Mail-Adressen á la „Sexy-hexy-53“, Partybilder im Facebook-Profil oder Rechtschreibfehler in der Online-Bewerbung: Was früher Kaffeeflecken auf dem Anschreiben oder Eselsohren im Lebenslauf waren, ist heute eher digitaler Natur. Nicht zuletzt um solche peinlichen Bewerbungspannen zu verhindern, absolvieren die zehnten Klassen des Wildeshauser Gymnasiums derzeit ein Bewerbungstraining mit Profis.

„Wir freuen uns über die Unterstützung der örtlichen Banken LzO, OLB und Volksbank, die eine schöne Tradition geworden ist“, betonte Lehrer Johann Strudthoff am Donnerstag als es darum ging, den Lerngruppen erste Tipps zu geben, worauf sie bei Bewerbungsschreiben, Einstellungstests und Vorstellungsgesprächen achten sollten. Ganz wichtig ist es laut Strudthoff, dass die Schüler Anregungen von außen und somit einen tatsächlichen Eindruck von den Anforderungen der beruflichen Praxis bekommen.

Abi-Retoure: 15 Ehemalige berichten

Abi-Retoure: 15 Abiturienten aus 2012 werden am Freitag, 20. November, von 19 bis 20.15 Uhr den Wildeshauser Gymnasiasten ab Klasse neun sowie deren Eltern von ihrem Sprung ins Studium oder Berufsleben erzählen.

In zwei Durchgängen wird es Infos über verschiedene Studiengänge, Ausbildungsformen, Freiwilligendienste und Auslandseinsätze geben. So soll der Übergang von der Schule ins Berufsleben noch nahtloser gestaltet werden.

Da die Zehntklässler im Januar ihr Betriebspraktikum absolvieren, haben viele von ihnen bereits mit Bewerbungsverfahren zu tun gehabt und zeigten sich somit gut vorbereitet. Das merkten auch die Profis von den örtlichen Banken. „Die Schüler zeigen sich sehr interessiert, allerdings nehmen einige das Thema noch zu locker“, gab Isabella Baentsch von der LzO zu bedenken. Manche machten sich zu spät Gedanken oder verlören angesichts der Vielfalt von Ausbildungsmöglichkeiten die Orientierung. „Früher gab es BWL, heute gibt es 50 Unterstudiengänge“, ergänzte Anja Marowsky von der Volksbank. Genau da setze die Beratung an.

„Aus den ersten Gesprächen ist klar geworden, dass viele Zehntklässler derzeit ein Studium nach dem Abi präferieren, aber duale Studiengänge bieten ja zum Beispiel auch die Banken an“, betonte OLB-Filialleiter Stephan Janßen.

Die Bewerbungsverfahren an Hochschulen in Form von Assessment-Centern gestalteten sich häufig ähnlich wie bei großen Unternehmen.

Auf Interesse stießen darüber hinaus die Infos der Banker über derzeit gängige Bewerbungstests, bei denen Allgemeinwissen, Logisches Denken, Rechtschreibung und vieles mehr abgefragt wird. „Man sollte zum Beispiel wissen, wo das Weltwirtschaftsforum stattfindet“, erläuterte OLB-Auszubildender Max Ahrens. Der war als ehemaliger Abiturient des Gymnasiums übrigens ein gutes Beispiel für einen gelungenen Übertritt in die Berufswelt.

Uta-Maria Kramer Wildeshausen / Redaktion Wildeshausen
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