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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Bildung

Corona-Krise: Lia muss weiterhin zu Hause bleiben

04.07.2020

Vossberg /Hude Franziska Schulz sitzt auf ihrer Terrasse in Vossberg. Gerade hat die 34-Jährige Zeit. Tochter Lia ist bei der Logopädie. Wegen ihrer geistigen und körperlichen Einschränkungen besucht die Siebenjährige die Förderschule in Hude. Das heißt: Besuchen kann sie die Bildungseinrichtung zurzeit nicht. Die Corona-Krise macht dem gewöhnlichen Schulbetrieb einen Strich durch die Rechnung. Seit Mitte März ist Lia zu Hause.

„Ich war geschockt und hatte erstmal einen Kloß im Hals“, berichtet Mutter Franziska von dem Moment, in dem sie erfuhr, dass Lia trotz Lockerungen der Maßnahmen nicht in die Schule gehen darf. Wie berichtet, kamen die Schüler seit 11. Mai Schritt für Schritt wieder zurück. 80 bis 85 Prozent nehmen am Turnus-Unterricht teil, informierte Anfang Juni Leiter Bernhard Rausch-Döbbelin.

Die Klassenlehrerin informierte Schulz, dass die Schulleitung davon ausgehe, dass sich Lia nicht an die Regeln des Hygieneplans halten könne. Insgesamt besuchen fünf Kinder Lias Klasse, zwei müssen laut Schulz zu Hause bleiben. „Dabei gibt sich Lia wirklich Mühe.“ Sie niese beispielsweise immer in den Ellenbogen. Der Mund-Nasen-Schutz werde hingegen schnell nass, da die Siebenjährige einen vermehrten Speichelfluss habe. Deshalb besitze sie ein Attest, dass sie die Maske nicht immer tragen könne.

Die 34-Jährige erzählt ihrer Tochter, dass die Schule zurzeit geschlossen sei. Gut 30 bis 60 Minuten beschäftigt sie sich mit dem bereitgestellten Unterrichtsmaterial. Unter anderem schauen sie sich gemeinsam Lernvideos an.

Ganz unproblematisch gestaltet sich der Alltag nicht: Lias Eltern sind berufstätig. Franziska Schulz ist Arzthelferin, ihr Mann arbeitet als Aufzugsmechaniker. „Ich kann momentan nicht voll arbeiten, derzeit mache ich zwei halbe Tage in der Woche.“ Wenn niemand zu Hause ist, kommt Lia bei den Großeltern unter, die nebenan wohnen. Ihre Chefs und Kollegen würden sie toll unterstützen. Dennoch weiß Schulz: Ein Dauerzustand kann dies nicht sein. Deshalb hofft sie, dass die Situation nach den Sommerferien eine andere sein wird.

Was sich die Mutter von der Regierung wünscht? „Dass die Förderschulen mehr unterstützt werden, um ihre Arbeit individueller gestalten zu dürfen.“ Damit sollen die Kinder die gleichen Möglichkeiten in diesen Zeiten bekommen.

Verena Sieling Wildeshausen / Redaktion Wildeshausen
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